Solaranlage Bezirk Affoltern
Im Säuliamt zahlen alle vierzehn Gemeinden gleich viel.
26.09 Rappen je Kilowattstunde, von Aeugst bis Wettswil — der Bezirk Affoltern ist einer von drei Zürcher Bezirken, in denen jede einzelne Gemeinde an den EKZ hängt. Das macht die Rechnung einfach: Was über Ihre Anlage entscheidet, ist nicht der Ort, sondern das Dach.
Ein Tarif, vierzehn Gemeinden — und trotzdem 14 Rechnungen
Das Knonauer Amt ist der einzige Zürcher Bezirk, der sich tariflich nicht aufteilen lässt: Alle vierzehn Gemeinden werden von den EKZ versorgt und zahlen 2026 exakt 26.09 Rappen je Kilowattstunde. Wer Ihnen erzählt, in Bonstetten sei Solarstrom mehr wert als in Hedingen, hat keine Zahlen dafür.
Was hier tatsächlich den Unterschied macht, ist das Gebäude. Das Säuliamt hat in den letzten dreissig Jahren stark gebaut — entlang der Bahnlinie stehen ganze Quartiere mit einheitlichen Satteldächern, kurzen Leitungswegen und gut zugänglichen Zählerkästen. In den älteren Dorfkernen und auf den Höfen am Albis dagegen kommen Kamine, Dachaufbauten, längere Wege und mancherorts der Ortsbildschutz dazu. Diese Punkte machen den Preisunterschied zwischen zwei Offerten aus, nicht das Modulfabrikat.
Alle 14 Gemeinden im Bezirk Affoltern
Alle vierzehn Gemeinden zahlen denselben Preis. Was sich unterscheidet, ist die Dachsituation — und dafür braucht es die Ortsseite.
- Aeugst am Albis26.09 Rp. · EKZ
- Affoltern am Albis26.09 Rp. · EKZ
- Bonstetten26.09 Rp. · EKZ
- Hausen am Albis26.09 Rp. · EKZ
- Hedingen26.09 Rp. · EKZ
- Kappel am Albis26.09 Rp. · EKZ
- Knonau26.09 Rp. · EKZ
- Maschwanden26.09 Rp. · EKZ
- Mettmenstetten26.09 Rp. · EKZ
- Obfelden26.09 Rp. · EKZ
- Ottenbach26.09 Rp. · EKZ
- Rifferswil26.09 Rp. · EKZ
- Stallikon26.09 Rp. · EKZ
- Wettswil am Albis26.09 Rp. · EKZ
- Kanton Zug11 Gemeinden
- Kanton Luzern29 Gemeinden
Alle 14 Gemeinden des Bezirks sind aufgeführt. Für 8 davon gibt es eine eigene Seite mit den Tarifen vor Ort; die übrigen führen auf die Kantonsübersicht — fragen Sie für diese Orte einfach direkt an, die Betriebe fahren ohnehin in den ganzen Bezirk.
Ein Werk, ein Modell — die EKZ im Säuliamt
Weil im Bezirk nur ein Werk tätig ist, gilt dieselbe Vergütung überall. Sie hängt dafür am Marktpreis.
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202626.09 Rp./kWh | Was dahinterstecktGesamtpreis des Standardprodukts für einen Haushalt mit 4'500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, inklusive Netznutzung, Abgaben und Mehrwertsteuer. Gilt in allen vierzehn Gemeinden. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 2026ab 6.00 Rp. | Was dahinterstecktDie EKZ vergüten nach dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes. Für Anlagen unter 30 Kilowatt greift die gesetzliche Untergrenze von 6.00 Rappen, für 30 bis 150 Kilowatt ohne Eigenverbrauch 6.20. |
| PositionHerkunftsnachweis | 2026bis 3.00 Rp. | Was dahinterstecktFreiwillig und nur mit Vereinbarung. Wer ihn verkauft, bekommt den Aufpreis, darf seinen Strom danach aber nicht mehr als Solarstrom bezeichnen. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202617.1–20.1 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen dem, was Sie zahlen, und dem, was Sie bekommen. Die untere Zahl gilt mit verkauftem Herkunftsnachweis, die obere ohne. Jede Kilowattstunde, die im Haus bleibt, ist damit rund drei- bis viermal so viel wert wie eine eingespeiste. |
Der Kanton Zürich zahlt für Photovoltaik nichts. Im Förderprogramm Energie 2026 taucht sie nur als Verweis auf Pronovo auf, Batteriespeicher sind gar nicht aufgeführt. Und im Bezirk Affoltern gibt es keine Gemeinde mit einem eigenen Ökofonds für Solaranlagen. Was bleibt, ist die Einmalvergütung des Bundes — rund 3'600 Franken bei zehn Kilowatt.
Der Referenz-Marktpreis lag im ersten Quartal 2026 bei 10.27 Rappen und im zweiten bei 3.90 — er hat sich innerhalb eines halben Jahres mehr als halbiert. Wir rechnen Ihre Offerte deshalb konsequent mit der gesetzlichen Untergrenze von 6.0 Rappen. Was darüber hinausgeht, ist Zugabe, keine Planungsgrundlage.
Wo das Säuliamt im Kanton steht
Bezugspreis 2026 im kantonalen Vergleich, in Rappen je Kilowattstunde
Das Säuliamt liegt am unteren Ende der kantonalen Skala — Sie zahlen wenig für Strom. Das ist gut für die Stromrechnung und bedeutet zugleich, dass sich eine Anlage hier über den Eigenverbrauch etwas langsamer trägt als in Otelfingen oder Winterthur.
Der niedrige Bezugspreis ist ein zweischneidiges Argument, und wir sagen das lieber offen: Eine Solaranlage rechnet sich über die Differenz zwischen dem, was Sie sonst zahlen würden, und dem, was Sie für Einspeisung bekommen. Im Säuliamt beträgt diese Differenz rund 20 Rappen — in Otelfingen über 30. Die Anlage lohnt sich hier trotzdem, sie braucht nur ein bis zwei Jahre länger.
Was das praktisch heisst: Achten Sie im Bezirk Affoltern stärker auf den Preis der Anlage als auf die letzte Kilowattstunde Ertrag. Der Unterschied zwischen zwei Offerten ist hier oft grösser als der Unterschied zwischen zwei Modultypen.
Bewilligung: Meldeverfahren im ganzen Bezirk
Wer im Bezirk Affoltern innerhalb der Bauzone eine gut angepasste Dachanlage baut, braucht kein Baugesuch, sondern meldet das Vorhaben der Gemeinde — 30 Tage vor Baubeginn, mit einer ebenso langen Frist für die Antwort. Rechtlich stützt sich das auf Paragraf 238 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes und auf Artikel 18a des Raumplanungsgesetzes. Die elektronische Eingabe erledigt Ihr Partnerbetrieb.
Zwei Fälle laufen anders. Gebäude in einer Kernzone — betroffen sind vor allem die alten Dorfkerne von Kappel, Rifferswil, Maschwanden und Teile von Affoltern — sowie Objekte im Ortsbild- oder Denkmalschutzinventar brauchen eine ordentliche Baubewilligung. Dazu kommt die Albiskette: Für Bauten ausserhalb der Bauzone im Landschaftsschutzgebiet gelten zusätzlich die Regeln des Raumplanungsrechts.
Was Hausbesitzer im Bezirk Affoltern am häufigsten fragen
01Zahlt meine Gemeinde einen eigenen Förderbeitrag?
Im Bezirk Affoltern haben wir keine Gemeinde mit einem eigenen Beitrag an Photovoltaik oder Batteriespeicher gefunden. Der Kanton Zürich fördert Photovoltaik ebenfalls nicht — im Förderprogramm Energie 2026 steht dazu nur ein Verweis auf Pronovo, Speicher kommen gar nicht vor.
Was bleibt, ist die Einmalvergütung des Bundes: 360 Franken je Kilowatt für Anlagen bis 30 Kilowatt, 400 bei integrierter Bauweise, dazu Boni für Neigung und Winterproduktion. Bei zehn Kilowatt sind das rund 3'600 Franken. Den Antrag stellt Ihr Partnerbetrieb; massgebend ist, wann die Anlage in Betrieb geht.
02Wenn alle gleich viel zahlen — warum brauche ich dann eine Offerte für meinen Ort?
Weil der Tarif nur die halbe Rechnung ist. Die andere Hälfte ist Ihr Dach: Neigung, Ausrichtung, Verschattung durch den Nachbarbaum, Zustand der Ziegel, Länge des Leitungswegs bis zum Zählerkasten, Statik bei einem älteren Sparrendach. Diese Punkte unterscheiden zwei Häuser in derselben Strasse um mehrere tausend Franken.
Dazu kommt der Verbrauch. Ein Haushalt mit Wärmepumpe und Elektroauto kommt auf 12'000 statt 4'500 Kilowattstunden — und damit auf eine völlig andere Anlagengrösse und Speicherfrage. Genau deshalb rechnen bis zu 3 Betriebe Ihr konkretes Dach durch, statt eine Pauschalzahl zu nennen.
03Warum schwankt die Einspeisevergütung so stark?
Weil sie seit Anfang 2026 an den vierteljährlich neu festgelegten Referenz-Marktpreis des Bundes gekoppelt ist. Dieser Wert folgt dem europäischen Strommarkt und kann sich innert Monaten halbieren — das ist im Frühling 2026 genau so passiert, von 10.27 auf 3.90 Rappen.
Ein Boden ist aber eingezogen: Anlagen unter 30 Kilowatt erhalten in jedem Fall 6.0 Rappen. Im zweiten Quartal 2026 war das der einzige Grund, warum die Vergütung nicht weiter gefallen ist. Anlagen über 150 Kilowatt haben diesen Schutz nicht — für ein Wohnhaus ohne Belang, für ein Scheunendach dagegen sehr wohl.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach im Bezirk Affoltern.
Sie nennen uns Ihre Adresse, dann rechnen bis zu 3 Betriebe aus der Region Ihr Dach durch. Weil der Tarif im ganzen Bezirk gleich ist, geht es hier vor allem um den Preis der Anlage — und den vergleichen Sie am besten nebeneinander. Ohne Kosten, ohne Verpflichtung und ohne Werbeanrufe.
Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Kanton Zürich — Meldeverfahren Solaranlagen. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, aus den ElCom-Werten umgerechnet. Vergütungen exklusive Mehrwertsteuer. Tarife und Fördersätze ändern jährlich, der Referenz-Marktpreis vierteljährlich.