Solaranlage Kanton Zürich
Zwischen zwei Zürcher Gemeinden liegen 10.88 Rappen.
Dietlikon zahlt 25.42 Rappen je Kilowattstunde, Otelfingen 36.21, und im LKW-Gebiet von Glattfelden sind es 36.30. Das ist mehr als ein Drittel Unterschied — bei identischer Anlage, identischem Dach und identischer Sonne. Deshalb beginnt jede ehrliche Solarofferte im Kanton Zürich mit der Frage nach dem Ort.
Warum eine Solarofferte «für den Kanton Zürich» nichts taugt
Der Kanton Zürich hat 160 Gemeinden und rund vierzig Netzbetreiber. Die EKZ versorgen den grössten Teil davon zu einheitlichen 26.09 Rappen; daneben stehen die Stadtwerke von Zürich, Winterthur und Wetzikon, ein gutes Dutzend Gemeindewerke und mehrere Elektrizitätsgenossenschaften, die teils deutlich darüber liegen. Zwischen der günstigsten und der teuersten Adresse liegen 10.88 Rappen je Kilowattstunde.
Für eine Solaranlage ist das der halbe Ertrag. Eine Anlage rechnet sich über die Differenz zwischen dem, was Sie sonst für Strom zahlen würden, und dem, was Sie für eingespeisten bekommen. In Otelfingen sind das über 30 Rappen je selbst verbrauchter Kilowattstunde, in der Stadt Zürich 13.9. Dieselbe Anlage, dieselben Module — und eine Amortisation, die sich um Jahre unterscheidet.
Alle 11 Bezirke mit eigener Seite
Der Kanton hat zwölf Bezirke; elf davon haben eine eigene Seite. Der Bezirk Zürich besteht aus der Stadt allein und hat deshalb direkt eine Ortsseite. Wählen Sie Ihren Bezirk — dort stehen alle Gemeinden mit ihrem Tarif und ihrem Werk.
- Bezirk Affoltern14 Gemeinden · 26.09 Rp.
- Bezirk Andelfingen20 Gemeinden · 26.09–34.38 Rp.
- Bezirk Bülach22 Gemeinden · 25.42–36.30 Rp.
- Bezirk Dielsdorf22 Gemeinden · 26.09–36.21 Rp.
- Bezirk Dietikon11 Gemeinden · 26.09 Rp.
- Bezirk Hinwil11 Gemeinden · 26.09–33.08 Rp.
- Bezirk Horgen9 Gemeinden · 26.09–30.18 Rp.
- Bezirk Meilen11 Gemeinden · 26.09–31.74 Rp.
- Bezirk Pfäffikon10 Gemeinden · 26.09–29.41 Rp.
- Bezirk Uster10 Gemeinden · 26.09–31.38 Rp.
- Bezirk Winterthur19 Gemeinden · 26.09–32.95 Rp.
Die drei Modelle, nach denen im Kanton vergütet wird
Seit Anfang 2026 rechnen die meisten Werke quartalsweise ab. Einige wenige halten dagegen.
| Modell | Wer so rechnet | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| ModellReferenz-Marktpreis | Wer so rechnetdie EKZ und die meisten grossen Werke | Was Sie bekommenDer vierteljährliche Marktpreis des Bundes, abgesichert durch die gesetzliche Mindestvergütung: 6.00 Rp. unter 30 kW, 6.20 für 30–150 kW ohne Eigenverbrauch. Q1 2026 lag bei 10.27, Q2 bei 3.90 Rappen. |
| ModellFester Jahrestarif | Wer so rechnetewz, Stadtwerk Winterthur, Stadtwerke Wetzikon, EW Rümlang, EW Oberglatt, Gemeindewerke Dietlikon, EV Herrliberg | Was Sie bekommenEine Zahl für das ganze Jahr, planbar. Spannweite von 8.50 (Rümlang, Herrliberg) bis 14.88 Rp. (Wetzikon). |
| ModellFest mit Saison | Wer so rechnetStadtwerk Winterthur, Gemeindewerke Stäfa, EG Bubikon | Was Sie bekommenWinter mehr, Sommer weniger — Stäfa 15.00 gegen 7.00, Bubikon bis 19.00 im Winterhochtarif. Der Haken: Eine Anlage produziert drei Viertel im Sommer. |
| ModellHerkunftsnachweis | Wer so rechnetfreiwillig, je Werk verschieden | Was Sie bekommenVon 0.00 (Werke am Zürichsee, Infrastruktur Zürichsee, Dietlikon) bis 3.00 Rp. (EKZ, ewz, Wallisellen, Herrliberg, Glattfelden). Wer ihn verkauft, darf seinen Strom nicht mehr Solarstrom nennen. |
Der Kanton Zürich fördert Photovoltaik nicht. Im Förderprogramm Energie 2026 steht dazu nur ein Verweis auf Pronovo, Batteriespeicher fehlen ganz. Was bleibt, ist die Einmalvergütung des Bundes — 360 Franken je Kilowatt bis 30 Kilowatt, bei zehn Kilowatt also rund 3’600 Franken. Einzelne Gemeinden haben eigene Programme; Uster etwa zahlt 100 Franken je Kilowatt aus dem Ökofonds, allerdings ohne Rechtsanspruch und mit Warteliste.
Der Referenz-Marktpreis lag im ersten Quartal 2026 bei 10.27 Rappen und im zweiten bei 3.90 — er hat sich innerhalb eines halben Jahres mehr als halbiert. Wir rechnen Ihre Offerte deshalb konsequent mit der gesetzlichen Untergrenze von 6.0 Rappen. Was darüber hinausgeht, ist Zugabe, keine Planungsgrundlage.
Die Spannweite im Kanton, an fünf Adressen
Bezugspreis 2026 in Rappen je Kilowattstunde, inklusive Mehrwertsteuer
Je höher der Balken, desto mehr spart jede Kilowattstunde, die im Haus bleibt. Weil die Einspeisung bei den meisten Werken auf oder nahe der gesetzlichen Untergrenze liegt, ist dieser Balken zugleich das Mass für den Nutzen eines Batteriespeichers.
Bei 4’500 Kilowattstunden Jahresverbrauch macht die Spannweite rund 490 Franken im Jahr aus. Bei einem Haushalt mit Wärmepumpe und Elektroauto, der auf 12’000 Kilowattstunden kommt, sind es über 1’300. Und beim Solarstrom wirkt derselbe Unterschied ein zweites Mal — nach oben.
Deshalb steht auf jeder Gemeindeseite dieser Website der Tarif, der dort tatsächlich gilt, mit Quelle beim Werk selbst. Wo ein Werk für 2026 nichts publiziert hat, steht das ebenfalls dort — und wir rechnen mit der gesetzlichen Untergrenze.
Bewilligung: im ganzen Kanton gilt das Meldeverfahren
Wer im Kanton Zürich innerhalb der Bauzone eine gut angepasste Dachanlage baut, braucht kein Baugesuch, sondern meldet das Vorhaben der Gemeinde — 30 Tage vor Baubeginn, mit einer ebenso langen Frist für die Antwort der Behörde. Grundlage sind Paragraf 238 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes mit der Bauverfahrensverordnung und Artikel 18a des Raumplanungsgesetzes.
«Gut angepasst» heisst nach Artikel 32a der Raumplanungsverordnung: Die Anlage überragt die Dachfläche um höchstens 20 Zentimeter, ragt von oben gesehen nicht darüber hinaus, ist nach Stand der Technik reflexionsarm und kompakt angeordnet. Eine ordentliche Baubewilligung brauchen Gebäude in einer Kernzone, Objekte im Ortsbild- oder Denkmalschutzinventar und Bauten ausserhalb der Bauzone. Welche Zone für Ihre Adresse gilt, steht auf der Seite Ihrer Gemeinde.
Was Zürcher Hausbesitzer am häufigsten fragen
01Was kostet eine Solaranlage im Kanton Zürich?
Eine übliche Zehn-Kilowatt-Anlage auf einem Einfamilienhaus kostet vor Förderung 18’000 bis 24’000 Franken, ein Batteriespeicher 6’000 bis 11’000 zusätzlich. Nach Abzug der Einmalvergütung des Bundes von rund 3’600 Franken bleiben 14’400 bis 20’400.
Die Spanne kommt vom Dach, nicht vom Ort: Ein freistehendes Einfamilienhaus aus den Achtzigerjahren mit einheitlichem Satteldach liegt am unteren Ende, ein Altbau mit Kamin, Gauben, Hanglage und langem Leitungsweg zum Zählerkasten am oberen. Was der Ort dagegen bestimmt, ist der Ertrag — über den Tarif Ihres Werks.
02Lohnt sich ein Batteriespeicher im Kanton Zürich?
Das hängt stärker vom Ort ab, als die meisten erwarten. Der Speicher verdient sein Geld mit dem Abstand zwischen Bezugspreis und Einspeisevergütung. In Rüti sind das 25.6 Rappen je Kilowattstunde, in der Stadt Zürich 13.9 — fast der doppelte Wert für dieselbe Batterie.
Als Faustregel: Über 20 Rappen Abstand trägt sich ein Speicher solide, darunter kommen Wärmepumpe und Ladestation zuerst — beide heben den Eigenverbrauch günstiger. Den Abstand für Ihre Gemeinde finden Sie auf der jeweiligen Ortsseite, mit den Zahlen Ihres Werks.
03Warum schwankt die Einspeisevergütung so stark?
Weil sie seit Anfang 2026 an den vierteljährlich neu festgelegten Referenz-Marktpreis des Bundes gekoppelt ist. Dieser Wert folgt dem europäischen Strommarkt und kann sich innert Monaten halbieren — das ist im Frühling 2026 genau so passiert, von 10.27 auf 3.90 Rappen.
Ein Boden ist aber eingezogen: Anlagen unter 30 Kilowatt erhalten in jedem Fall 6.0 Rappen. Im zweiten Quartal 2026 war das der einzige Grund, warum die Vergütung nicht weiter gefallen ist. Anlagen über 150 Kilowatt haben diesen Schutz nicht — für ein Wohnhaus ohne Belang, für ein Scheunendach dagegen sehr wohl.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach im Kanton Zürich.
Sie nennen uns Ihre Adresse, dann rechnen bis zu 3 Betriebe aus der Region Ihr Dach durch — mit dem Tarif Ihrer Gemeinde, nicht mit einem Kantonsmittel. Ohne Kosten, ohne Verpflichtung und ohne Werbeanrufe.
Solaranlagen in Zug, Luzern, Ob- und Nidwalden
ULTRASOLAR führt seit September 2026 auch eigene Seiten für die Zentralschweiz — mit den Werken, dem Vergütungsmodell und dem Bewilligungsverfahren des jeweiligen Kantons.
Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Kanton Zürich — Meldeverfahren Solaranlagen. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, aus den ElCom-Werten umgerechnet. Vergütungen exklusive Mehrwertsteuer. Tarife und Fördersätze ändern jährlich, der Referenz-Marktpreis vierteljährlich.