Batteriespeicher: Vorteile, Nachteile, Rechnung

Ratgeber · Speicher

Die Frage ist nicht, ob er funktioniert, sondern was er einbringt.

Ein Speicher erzeugt keine zusätzliche Kilowattstunde. Er verschiebt vorhandene vom Mittag in den Abend, und was diese Verschiebung wert ist, hängt am Abstand zwischen Bezugspreis und Vergütung. Hier stehen beide Seiten der Entscheidung nebeneinander.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Sechs kurze Fragen — die erste ist die einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf rund 60 Prozent — deshalb fragen wir zuerst nach dem Verbrauch.

Schritt 6 von 9

Die Betriebe planen mit Vorlauf. Ein realistischer Termin hilft beim Vergleich.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

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rund 3’000
Kilowattstunden verschiebt ein 10-kWh-Speicher
rund 600
Franken im Jahr, EKZ-Tarife
6’000–11’000
Franken kostet er
bis zu 3
Offerten, kostenlos
Die Abwägung

Dieselbe Anlage, einmal mit und einmal ohne Batterie

Zehn Kilowattstunden Speicher an einer üblichen Hausanlage, gerechnet mit den Tarifen der EKZ für 2026.

PunktMit SpeicherOhne Speicher
PunktEigenverbrauchMit Speicherrund 60 %Ohne Speicherrund 30 %
PunktZusätzliche InvestitionMit Speicher6’000–11’000 Fr.Ohne Speicher—
PunktNutzen im JahrMit Speicherrund 600 Fr.Ohne Speicher—
PunktBeitrag des Bundes an den SpeicherMit SpeicherkeinerOhne Speicher—
PunktStrom am AbendMit Speicheraus der BatterieOhne Speicheraus dem Netz
PunktBei NetzausfallMit Speichernur mit ErsatzstromfunktionOhne Speicherkein Strom
PunktIm HausMit Speicherein Gerät mehrOhne Speicherentfällt
PunktAlterungMit Speicherdie Batterie verliert KapazitätOhne Speicherentfällt

Für den Speicher spricht die eine Zahl in der ersten Zeile. Ohne Batterie bleibt rund ein Drittel des erzeugten Stroms im Haus, mit Batterie sind es rund zwei Drittel. Zehn Kilowattstunden Kapazität verschieben so etwa 3’000 Kilowattstunden im Jahr, und im Netzgebiet der EKZ sind das rund 600 Franken.

Gegen ihn spricht zuerst der Preis: 6’000 bis 11’000 Franken für die zehn Kilowattstunden, ohne einen Rappen vom Bund. Die Einmalvergütung bemisst sich nach der Leistung der Photovoltaikanlage; ein Speicher erhöht sie nicht.

Dazu kommt, was in keiner Rechnung auftaucht. Die Batterie ist das einzige Teil der Anlage, das sich im Betrieb verbraucht: Sie verliert über die Jahre Kapazität, während die Module 25 bis 30 Jahre halten. Garantien werden entweder in Jahren oder in Ladezyklen ausgedrückt — lassen Sie sich sagen, welcher der beiden Werte bei Ihrem Nutzungsverhalten zuerst erreicht ist.

Zwei Punkte gehören vor die Bestellung und nicht danach. Ersatzstrom bei Netzausfall ist eine eigene Funktion mit eigenem Umschalter und kostet Aufpreis; ein gewöhnlicher Speicher schaltet bei einem Ausfall ab. Und das Gerät braucht einen Standort im Haus, der trocken, frostfrei und für den Betrieb zugelassen ist. Beides klärt man beim Angebot, nicht auf der Baustelle.

Der Bezugspreis

Warum derselbe Speicher nicht überall gleich viel bringt

Vier Werke aus unserem Gebiet, gerechnet mit denselben zehn Kilowattstunden Speicher.

Werk oder GemeindeBezugspreis 2026Nutzen im Jahr
Werk oder GemeindeEKZBezugspreis 202626.09 Rp.Nutzen im Jahrrund 600 Fr.
Werk oder GemeindeWeiachBezugspreis 202633.66 Rp.Nutzen im Jahrrund 830 Fr.
Werk oder GemeindeMarthalenBezugspreis 202634.38 Rp.Nutzen im Jahrrund 850 Fr.
Werk oder GemeindeOtelfingenBezugspreis 202636.21 Rp.Nutzen im Jahrrund 840 Fr.

Verdient wird am Abstand zweier Preise: Was Sie für die bezogene Kilowattstunde zahlen, gegen das, was Ihr Werk für die eingespeiste vergütet. Bei den EKZ sind das 26.09 Rappen gegen 6.00 bis 9.00 — ein Abstand von 17.1 bis 20.1 Rappen. In unserem Gebiet reicht der Bezugspreis von 25.42 bis 42.26 Rappen, und mit ihm wächst der Abstand.

Die Tabelle zeigt, was das ausmacht: Wo der Bezugspreis über dreissig Rappen liegt, holt derselbe Speicher gut zweihundert Franken mehr im Jahr. Die Reihenfolge folgt dabei nicht allein dem Bezugspreis, weil auch die Vergütung von Werk zu Werk verschieden ist — Marthalen liegt beim Bezug unter Otelfingen und beim Nutzen darüber.

Daraus folgt die ehrliche Auskunft: Zu den Tarifen der EKZ trägt sich ein Speicher knapp. Gegen 6’000 bis 11’000 Franken Anschaffung stehen rund 600 Franken im Jahr, und die Batterie hält nicht so lange wie die Module. In einer Gemeinde mit hohem Bezugspreis sieht dieselbe Rechnung deutlich besser aus. Welcher Fall Ihrer ist, sagt Ihre Stromrechnung.

Was gezahlt wird

Fördergeld für den Speicher: der Bund nein, eine Stadt ja

Vom Bund gibt es für einen Batteriespeicher nichts. Die Einmalvergütung wird nach der Leistung der Photovoltaikanlage bemessen, und die ändert sich durch eine Batterie nicht.

Die einzige Speicherförderung, die wir in unserem Gebiet belegen können, ist die der Stadt Zürich seit dem 1. August 2026: 1’000 Franken pauschal und 100 Franken je Kilowattstunde, gedeckelt bei 100 Kilowattstunden. Bedingung sind eine Photovoltaikanlage und ein Energiemanagementsystem; angerechnet werden höchstens 1,5 Kilowattstunden Speicher je installiertem Kilowatt-Peak.

Für die übrigen Gemeinden liegt uns nichts vor. Das heisst nicht, dass es dort nichts gibt — fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, bevor Sie einen Beitrag in die Rechnung einsetzen.

Häufige Fragen

Was zur Entscheidung für oder gegen einen Speicher gefragt wird

01

Trägt sich ein Speicher zu den Tarifen der EKZ?

Knapp. Zehn Kilowattstunden Speicher verschieben rund 3’000 Kilowattstunden im Jahr; bei einem Abstand von 17.1 bis 20.1 Rappen sind das rund 600 Franken. Bezahlt werden dafür einmalig 6’000 bis 11’000 Franken.

Die Rechnung kippt dort ins Deutliche, wo der Bezugspreis hoch ist. Bei den oben genannten Werken sind es 830 bis 850 Franken im Jahr statt 600 — bei gleicher Anschaffung.

02

Wann ist der Verzicht die vernünftigere Entscheidung?

Wenn der Bezugspreis Ihres Werks tief liegt und tagsüber ohnehin wenig Strom gebraucht wird. Dann verschiebt die Batterie zwar Kilowattstunden, aber zu einem Abstand, der die Anschaffung über die Lebensdauer nicht einspielt.

Ebenso, wenn die günstigeren Schritte noch offen sind. Wer den Verbrauch in den Tag legt, hebt den Anteil des selbst genutzten Stroms ohne Investition — die Batterie ist der letzte Schritt einer Reihe, nicht der erste.

03

Zahlt jemand an die Batterie?

Der Bund nicht. Seine Einmalvergütung hängt an der Leistung der Photovoltaikanlage, nicht an der Speicherkapazität.

Belegt ist ein einziges Programm in unserem Gebiet: In der Stadt Zürich gibt es seit dem 1. August 2026 einen Pauschalbetrag von 1’000 Franken und 100 Franken je Kilowattstunde, höchstens für 100 Kilowattstunden, nur zusammen mit einer Anlage und einem Energiemanagementsystem.

Speicher oder nicht — die Zahlen dazu stehen in der Offerte

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Für Ihren Ort gerechnet

Was in Ihrer Gemeinde gilt

Die Zahlen dieses Ratgebers hängen am Strompreis Ihres Werks. Auf den Gemeindeseiten steht er einzeln.

Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom, Tarifwürfel 2026 · Pronovo, Einmalvergütung · EnergieSchweiz. Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026. Vergütungen sind Jahreswerte; was in Ihrer Gemeinde gilt, steht auf der jeweiligen Gemeindeseite.