Wie viel Strom eine Photovoltaikanlage erzeugt

Ratgeber · Ertrag

950 bis 1’050 Kilowattstunden je Kilowatt und Jahr — der Rest ist Standort.

Der Ertrag einer Anlage lässt sich erstaunlich genau vorhersagen. Was ihn verschiebt, sind Ausrichtung, Neigung und Verschattung — in dieser Reihenfolge. Hier stehen die Zahlen, mit denen wir jede Beispielrechnung führen.

Was den Ertrag verschiebt
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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Sechs kurze Fragen — die erste ist die einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf rund 60 Prozent — deshalb fragen wir zuerst nach dem Verbrauch.

Schritt 6 von 9

Die Betriebe planen mit Vorlauf. Ein realistischer Termin hilft beim Vergleich.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

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950–1’050
kWh je kWp und Jahr im Mittelland
9’500–10’500
kWh bei einer 10-kWp-Anlage
rund 0.5
Prozent Leistungsverlust pro Jahr
bis zu 3
Offerten, kostenlos
Die Grundzahl

Was ein Kilowatt Leistung im Jahr liefert

Im Schweizer Mittelland bringt ein Kilowatt-Peak zwischen 950 und 1’050 Kilowattstunden im Jahr. Eine Anlage mit zehn Kilowatt liefert also 9’500 bis 10’500 Kilowattstunden — mehr als das Doppelte dessen, was ein Einfamilienhaus ohne Wärmepumpe verbraucht.

Diese Spanne gilt für ein Südsatteldach mit rund dreissig Grad Neigung und ohne Verschattung. Sie ist bewusst konservativ gewählt: Wir rechnen lieber mit einer Zahl, die eintrifft, als mit einer, die gut aussieht.

Über die Jahre nimmt die Leistung um etwa ein halbes Prozent jährlich ab. Nach fünfundzwanzig Jahren liefern die Module noch rund achtzig bis fünfundachtzig Prozent — die meisten Hersteller sichern das vertraglich zu.

Einflussgrössen

Was den Ertrag nach oben oder unten zieht

Abweichung vom Referenzfall Süd, 30 Grad, unverschattet.

SituationErtragBemerkung
SituationSüd, 30 GradErtrag100 %BemerkungReferenz
SituationSüdost oder SüdwestErtrag95–98 %Bemerkungkaum ein Verlust
SituationOst-West, geteiltErtrag85–90 %Bemerkungdafür gleichmässiger über den Tag
SituationFlachdach, aufgeständertErtrag90–95 %Bemerkungmehr Fläche nötig
SituationNordseiteErtrag55–70 %Bemerkungnur bei sehr flachem Dach sinnvoll
SituationTeilverschattung morgensErtrag80–90 %Bemerkungje nach Verschaltung

Die Ausrichtung ist weniger entscheidend, als viele annehmen. Zwischen Südost und Südwest liegen wenige Prozente. Erst die Nordseite fällt deutlich ab.

Eine Ost-West-Belegung liefert zwar in Summe weniger, dafür verteilt über den Tag — morgens und abends, wenn im Haus tatsächlich Strom gebraucht wird. Für den Eigenverbrauch ist sie oft die bessere Wahl als die reine Südanlage mit ihrer Mittagsspitze.

Verschattung wirkt anders als alle anderen Faktoren: Ein einzelner verschatteter Bereich kann einen ganzen Strang ausbremsen. Wie stark, hängt von der Verschaltung ab — mit Leistungsoptimierern oder Modulwechselrichtern bleibt der Schaden lokal.

Über das Jahr

Sommer und Winter liegen weit auseinander

Eine Zehn-Kilowatt-Anlage liefert im Juni rund 1’300 Kilowattstunden und im Dezember etwa 250. Das Verhältnis von gut fünf zu eins ist der Grund, warum Autarkie über das ganze Jahr eine teure Illusion bleibt.

Für die Planung heisst das: Die Anlage wird auf den Jahresertrag ausgelegt, nicht auf den Wintertag. Und der Speicher verschiebt Stunden, nicht Monate — wer im Dezember mit Solarstrom heizen will, braucht kein grösseres Batteriesystem, sondern das Netz.

Häufige Fragen

Was zum Ertrag am häufigsten gefragt wird

01

Wie genau sind Ertragsprognosen?

Eine seriöse Prognose trifft den Jahresertrag auf etwa fünf bis zehn Prozent genau. Einzelne Jahre schwanken stärker, weil das Wetter schwankt — über fünf Jahre gemittelt stimmt die Rechnung meist gut.

Vorsicht bei Offerten, die mit 1’100 oder 1’200 Kilowattstunden je Kilowatt rechnen. Das kommt im Mittelland selten vor und macht die Amortisation auf dem Papier schöner, als sie ist.

02

Was bringt eine Reinigung?

In der Regel wenig. Regen wäscht geneigte Module ausreichend; der Verschmutzungsverlust liegt bei ein bis zwei Prozent.

Anders bei sehr flacher Neigung, unter Bäumen oder in Gebieten mit hoher Staubbelastung. Dort kann sich eine Reinigung alle paar Jahre lohnen — gerechnet, nicht aus Gewohnheit.

03

Woran erkenne ich, dass etwas nicht stimmt?

An der Überwachung. Jeder Wechselrichter liefert Tages- und Monatswerte; ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt Abweichungen früh.

Typische Ursachen für plötzlichen Ertragsrückfall: ein ausgefallener Strang, ein defekter Optimierer, ein neu gewachsener Schatten oder ein Marderschaden an der Verkabelung.

Was Ihr Dach liefert, rechnet der Betrieb vor Ort

Geben Sie Ihre Postleitzahl ein. Sie erhalten bis zu 3 Offerten mit einer Ertragsprognose für Ihre Dachfläche.

Für Ihren Ort gerechnet

Was in Ihrer Gemeinde gilt

Die Zahlen dieses Ratgebers hängen am Strompreis Ihres Werks. Auf den Gemeindeseiten steht er einzeln.

Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom, Tarifwürfel 2026 · Pronovo, Einmalvergütung · EnergieSchweiz. Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026. Vergütungen sind Jahreswerte; was in Ihrer Gemeinde gilt, steht auf der jeweiligen Gemeindeseite.