Solar-Offerten vergleichen: worauf es ankommt

Ratgeber · Vergleich

Zwei Offerten sind erst vergleichbar, wenn beide dasselbe enthalten.

Angebote für dieselbe Anlage liegen regelmässig Tausende von Franken auseinander. Der Grund steht selten beim Preis und fast immer bei den Positionen, die das eine Angebot aufführt und das andere weglässt.

Die Liste zum Abhaken
bis zu 3 AngeboteBetriebe aus der Regionkostenlos und unverbindlichohne Werbeanrufe

1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Sechs kurze Fragen — die erste ist die einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf rund 60 Prozent — deshalb fragen wir zuerst nach dem Verbrauch.

Schritt 6 von 9

Die Betriebe planen mit Vorlauf. Ein realistischer Termin hilft beim Vergleich.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

Kostenlos, unverbindlich, keine Werbeanrufe.

60 Tage
Rügefrist bei Bauten seit 1.1.2026
950–1’050
Kilowattstunden je Kilowatt und Jahr
rund 3’600
Franken Einmalvergütung bei 10 kWp
bis zu 3
Offerten, kostenlos
Die Positionen

Was in einer Offerte aufgeführt sein muss

Die Liste zum Abhaken. Was nicht aufgeführt ist, ist nicht bestellt — und kommt später als Nachtrag.

PositionWas dabeistehen muss
PositionLeistungWas dabeistehen mussin Kilowatt-Peak, nicht in Modulzahl
PositionModuleWas dabeistehen mussAnzahl, Typ, Leistung je Stück, Garantiedauer
PositionWechselrichterWas dabeistehen mussTypenbezeichnung, Leistung, Garantiedauer
PositionUnterkonstruktionWas dabeistehen mussSystem, Befestigungsart, Ballast bei Flachdach
PositionElektroarbeitenWas dabeistehen mussbis zum Zähler, mit Zählerwechsel
PositionErdung, ÜberspannungsschutzWas dabeistehen mussenthalten oder ausdrücklich nicht
PositionGerüstWas dabeistehen mussenthalten oder ausdrücklich nicht
PositionMeldung und AnschlussgesuchWas dabeistehen musswer einreicht
PositionPronovo-GesuchWas dabeistehen musswer einreicht, wem der Beitrag zufällt
PositionErtragsprognoseWas dabeistehen mussmit dem angesetzten Wert je Kilowatt
PositionSpeicherWas dabeistehen mussals eigene Position mit eigenem Preis
PositionInbetriebnahme und ÜbergabeWas dabeistehen mussSicherheitsnachweis, Dokumentation
PositionTermine und ZahlungsplanWas dabeistehen mussFälligkeit der Schlusszahlung

Diese Liste ist der eigentliche Vergleich. Legen Sie die Angebote nebeneinander und setzen Sie je Zeile ein Häkchen oder einen Strich. Wo ein Strich steht, fehlt entweder die Leistung oder nur ihre Erwähnung — beides müssen Sie fragen, bevor Sie die Summen vergleichen.

Am häufigsten fehlen drei Zeilen: das Gerüst, der Zählerwechsel und die Angabe, wer die Gesuche einreicht. Alle drei sind Arbeiten, die in jedem Fall anfallen. Fehlen sie im Angebot, sind sie nicht gespart, sondern nur nicht eingerechnet.

Der gemeinsame Nenner

Wie Sie zwei Angebote vergleichbar machen

Bringen Sie zuerst die Anlagengrösse auf denselben Stand. Ein Angebot über acht und eines über elf Kilowatt sagen über den Anbieter nichts aus, solange die Leistung verschieden ist. Teilen Sie beide Summen durch die Kilowattzahl: Der Wert sollte zwischen 1’600 und 2’400 Franken liegen.

Prüfen Sie zweitens die Ertragsannahme. Üblich sind 950 bis 1’050 Kilowattstunden je Kilowatt und Jahr. Eine Offerte, die mit einem höheren Wert rechnet, zeigt eine kürzere Amortisation, ohne dass die Anlage besser wäre. Der angesetzte Wert gehört deshalb ausgeschrieben ins Papier.

Klären Sie drittens, ob die Einmalvergütung im Preis schon abgezogen ist. Bei zehn Kilowatt geht es um rund 3’600 Franken; ein Angebot mit abgezogener Förderung sieht deutlich günstiger aus als eines ohne. Dasselbe gilt für den Speicher, der 6’000 bis 11’000 Franken kostet und in der einen Offerte enthalten und in der anderen weggelassen sein kann.

Ein deutlich tieferer Preis hat meist eine dieser Ursachen: kleinere Leistung, fehlende Nebenarbeiten, bereits abgezogene Förderung oder ein Zahlungsplan, der die Risiken zu Ihnen verschiebt. Die vierte Möglichkeit — derselbe Umfang zum tieferen Preis — kommt vor, ist aber die seltenste.

Vor der Unterschrift

Sechs Fragen, die schriftlich beantwortet gehören

Wer reicht die Meldung ein? Im Kanton Zürich hat die Gemeinde dreissig Tage Zeit zu reagieren. Wer die Frist auslöst und wer reagiert, wenn Auflagen kommen, gehört in den Vertrag und nicht ins Gespräch.

Wer stellt das Gesuch bei Pronovo, und wer trägt das Risiko? Falls der Beitrag tiefer ausfällt als angenommen, muss geklärt sein, wer die Differenz trägt. Ausbezahlt wird ohnehin erst nach der Inbetriebnahme.

Was geschieht bei Mehraufwand am Dach? Lassen Sie festhalten, wie mit Feststellungen umgegangen wird, die sich erst nach dem Öffnen zeigen: Meldung vor Ausführung, Kostendach, schriftliche Zustimmung.

Wann ist die Schlusszahlung fällig? Sinnvoll ist der Zeitpunkt der mängelfreien Übergabe mitsamt Sicherheitsnachweis und Unterlagen, nicht das Ende der Montage.

Welche Garantie gilt je Bauteil? Module, Wechselrichter, Montagesystem und Arbeit haben verschiedene Fristen. Eine Sammelangabe über alles ist keine Auskunft.

Welche Rügefrist steht in den Bedingungen? Steht dort eine kürzere Frist als sechzig Tage, ist sie seit dem 1. Januar 2026 wirkungslos. Es lohnt sich, das anzusprechen: Ein Vertrag mit veralteten Klauseln ist selten nur an dieser Stelle veraltet.

Häufige Fragen

Was zum Offertenvergleich am häufigsten gefragt wird

01

Wie viele Angebote soll ich einholen?

Bis zu 3 reichen in aller Regel. Sie zeigen die Bandbreite, ohne dass der Vergleich unübersichtlich wird, und sie lassen sich noch ernsthaft nebeneinanderlegen.

Wichtiger als die Zahl ist, dass alle vom selben Ausgangspunkt gerechnet haben: dieselbe Leistung, dieselbe Dachfläche, derselbe Umfang beim Speicher. Sonst vergleichen Sie Anlagen und nicht Anbieter.

02

Ist die Einmalvergütung im angebotenen Preis schon abgezogen?

Das ist von Angebot zu Angebot verschieden, und genau darin liegt eine der häufigsten Fehlerquellen beim Vergleich. Bei zehn Kilowatt geht es um rund 3’600 Franken, also um 360 Franken je Kilowatt bei angebauten Anlagen und 400 Franken bei integrierten.

Verlangen Sie die Summe in beiden Formen: einmal vor und einmal nach Abzug. Dazu gehört die Angabe, wer das Gesuch stellt, denn ausbezahlt wird erst nach der Inbetriebnahme, rund drei Monate nach dem vollständigen Gesuch.

03

Wie lange kann ich einen Mangel beanstanden?

Sechzig Tage ab Entdeckung, seit dem 1. Januar 2026 (Artikel 367 Absatz 1bis des Obligationenrechts). Eine kürzere Frist in den Bedingungen des Anbieters ist unwirksam, Sie müssen sie also nicht wegverhandeln.

Die Verjährung liegt bei fünf Jahren und läuft unabhängig davon. Beanstanden Sie schriftlich, mit Datum und Beschreibung, und heben Sie die Kopie auf. Bei einer Solaranlage zeigt sich mancher Mangel erst über eine ganze Saison am Ertrag.

Vergleichbare Offerten für Ihr Dach

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Für Ihren Ort gerechnet

Was in Ihrer Gemeinde gilt

Die Zahlen dieses Ratgebers hängen am Strompreis Ihres Werks. Auf den Gemeindeseiten steht er einzeln.

Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom, Tarifwürfel 2026 · Pronovo, Einmalvergütung · EnergieSchweiz. Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026. Vergütungen sind Jahreswerte; was in Ihrer Gemeinde gilt, steht auf der jeweiligen Gemeindeseite.