Solaranlage Aeugst am Albis
Am Albishang steht das Dach manchen Wintertag über dem Nebel.
Aeugst am Albis liegt auf rund 650 Metern am Westhang des Albis und zählt knapp 2’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Sommer spielt die Höhe kaum eine Rolle; zwischen November und Januar entscheidet sie darüber, ob die Anlage im Grau steht oder in der Sonne.
Was eine Solaranlage in Aeugst am Albis kostet
Zahlen für ein übliches Einfamilienhaus in Aeugst am Albis — vor und nach der Förderung.
Der Bestand in Aeugst ist am Hang verteilt: ältere Bauernhäuser, Wohnbauten aus der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und einzelne neuere Gebäude. Was die Lage für die Montage bedeutet, betrifft weniger die Module als ihre Befestigung. Auf dieser Höhe liegt mehr Schnee auf der Fläche, an der Kante drückt mehr Wind — beides geht in die Berechnung der Unterkonstruktion ein und bestimmt, wie viele Dachhaken gesetzt werden.
Am Modulpreis ändert das nichts, an der Montagezeit schon. Die Bandbreite bleibt 1’600 bis 2’400 Franken je Kilowatt; wo die Offerte in dieser Bandbreite landet, hängt am Dach und am Zugang. Lassen Sie sich bei bis zu 3 Offerten sagen, mit welcher Schnee- und Windlast gerechnet wurde. Das ist keine Formsache: Die Unterkonstruktion trägt die Anlage zwanzig Jahre und länger, und sie ist der Teil, den man nachträglich nicht mehr verstärkt.
Zur Förderung in einem Satz: Der Kanton Zürich zahlt für Photovoltaik nichts und für Batteriespeicher ebenso wenig, und ein eigenes Programm der Gemeinde Aeugst am Albis haben wir nicht gefunden. Was bleibt, ist die Einmalvergütung des Bundes über Pronovo — 360 Franken je Kilowatt bis 30 Kilowatt, bei zehn Kilowatt also rund 3’600 Franken. Eine übliche Anlage dieser Grösse kostet vor Förderung 18’000 bis 24’000 Franken, ein Speicher 6’000 bis 11’000 zusätzlich; in Aeugst am Albis bringt er rund 600 Franken im Jahr.
Was Ihr Solarstrom in Aeugst am Albis wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202626.09 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt H4, Haushalt mit 4’500 kWh Jahresverbrauch, inklusive Netznutzung, Abgaben und Mehrwertsteuer. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 20266.00–9.00 Rp. | Was dahinterstecktVergütet wird nach dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, abgesichert durch die gesetzliche Mindestvergütung. |
| PositionHerkunftsnachweis | 2026bis 3.00 Rp. | Was dahinterstecktDer Ankauf ist freiwillig und braucht eine Vereinbarung. Wer zustimmt, gibt damit das Recht ab, den Strom Solarstrom zu nennen. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202617.1–20.1 Rp. | Was dahinterstecktWas Sie zahlen minus was Sie bekommen. So viel ist in Aeugst am Albis jede Kilowattstunde wert, die im Haus bleibt. |
Was ein heller Wintertag bringt und was der Speicher hält
Abstand zwischen Bezugspreis und Einspeisevergütung 2026, in Rappen je kWh
Die Werke im Bezirk Affoltern im Vergleich. Der Balken zeigt, was eine Kilowattstunde wert ist, die nicht ins Netz geht. Wir rechnen bewusst konservativ: mit dem tiefsten belegten Wert 2026, sonst mit der gesetzlichen Untergrenze.
Über das Jahr gerechnet liefert eine Anlage hier dasselbe wie im Tal: 950 bis 1’050 Kilowattstunden je Kilowatt. Was sich unterscheidet, ist die Verteilung. Die Obergrenze des Hochnebels liegt im Mittelland häufig zwischen 600 und 900 Metern; an Tagen, an denen sie unter dem Dorf liegt, arbeitet die Anlage in der Sonne, während sie einige Kilometer weiter unten im diffusen Licht steht und einen Bruchteil davon liefert.
Für den Speicher ist das die interessantere Hälfte der Rechnung. Unter der Nebeldecke bleibt eine Batterie im Dezember oft halbleer, weil gar nicht genug Überschuss anfällt. Über dem Nebel gibt es an klaren Wintertagen einen Mittag, an dem sie tatsächlich voll wird — und der Abendverbrauch ist im Winter am höchsten. Die Grössenordnung bleibt trotzdem dieselbe wie überall im EKZ-Gebiet: 26.09 Rappen Bezug gegen 6.00 bis 9.00 Rappen Vergütung, ein Abstand von 17.1 bis 20.1 Rappen, rund 600 Franken im Jahr aus zehn Kilowattstunden bei 6’000 bis 11’000 Franken Anschaffungskosten.
Die Höhe ändert den Ertrag, das Verfahren bestimmt die Zone
Wer in Aeugst am Albis innerhalb der Bauzone eine gut angepasste Dachanlage baut, braucht kein Baugesuch, sondern meldet das Vorhaben der Gemeinde — 30 Tage vor Baubeginn, mit einer ebenso langen Frist für die Antwort der Behörde. Rechtlich stützt sich das auf Paragraf 238 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes mit der Bauverfahrensverordnung und auf Artikel 18a des Raumplanungsgesetzes. Das Formular reicht Ihr Partnerbetrieb elektronisch ein.
Baurechtlich ist die Höhenlage ohne Bedeutung. Massgebend ist, in welcher Zone das Gebäude steht. In der Bau- und der Landwirtschaftszone genügt die Meldung an die Gemeinde, die 30 Tage Zeit hat zu reagieren (§ 238 PBG). Ausserhalb der Bauzone kommt die Bedingung dazu, dass die Anlage genügend angepasst ist: flach aufliegend, dunkel, reflexionsarm (RPG Art. 18a, RPV Art. 32a). Am Albis liegt ein erheblicher Teil des Gemeindegebiets ausserhalb der Bauzone; ob zusätzlich Schutzbestimmungen gelten, sagt Ihnen die Bauverwaltung anhand der Zonenpläne.
Praktisch lohnt es sich, die Frist in die Jahreszeit zu legen, in der ohnehin nicht gearbeitet wird. Wer im Winter meldet, hat die 30 Tage hinter sich, wenn das Dach im Frühjahr schnee- und eisfrei ist und die Montage beginnen kann. Umgekehrt bringt es nichts, im Herbst zu bestellen und dann auf ein Dach zu warten, das man nicht sicher begehen kann. Kernzonen, Ortsbildschutzgebiete und inventarisierte Objekte bleiben in jedem Fall beim ordentlichen Baugesuch, und das braucht deutlich mehr Vorlauf.
Einfamilienhaus in Aeugst am Albis, 10 kWp
Gerechnet mit 26.09 Rp. Bezugspreis und 6.00 Rp. Vergütung — den Zahlen, die 2026 in Aeugst am Albis gelten.
Nach rechts wischen — diese Rechnung ist breiter als der Bildschirm.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30% | Gesparter Bezug744 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1’143 CHF |
| Fallohne Speicher | Produktion10’500 kWh | Eigenverbrauch30% | Gesparter Bezug822 CHF | Vergütung441 CHF | Nutzen je Jahr1’263 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60% | Gesparter Bezug1’487 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1’715 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion10’500 kWh | Eigenverbrauch60% | Gesparter Bezug1’644 CHF | Vergütung252 CHF | Nutzen je Jahr1’896 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 bis 1’050 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30% Eigenverbrauch ohne und 60% mit Batterie, 26.09 Rp./kWh Bezugspreis (Standardprodukt H4 2026, inkl. MWST) sowie 6.00 Rp./kWh für die Einspeisung. Moduldegradation, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Was Hausbesitzer in Aeugst am Albis am häufigsten fragen
01Lohnt sich ein Batteriespeicher in Aeugst am Albis?
In Aeugst am Albis liegen zwischen Bezug und Vergütung 17.1 bis 20.1 Rappen je Kilowattstunde. Diesen Betrag holt die Batterie je gespeicherter Kilowattstunde heraus — auf ein Einfamilienhaus mit zehn Kilowatt gerechnet rund 600 Franken im Jahr.
Zum Vergleich im Kanton: In Glattfelden am Netz von LKW Glattfelden sind es 30.3 Rappen. Bei identischer Anlage, identischem Dach und identischer Sonne holt dieselbe Batterie in Aeugst am Albis also 10.2 Rappen je Kilowattstunde weniger heraus.
02Bringt eine Anlage über dem Hochnebel mehr Ertrag?
Im Jahresmittel ist der Unterschied klein, im Winterhalbjahr ist er spürbar. Die Bandbreite für den Ertrag bleibt auch hier bei 950 bis 1’050 Kilowattstunden je Kilowatt und Jahr; eine Höhenlage von rund 650 Metern hebt die Anlage nicht in eine andere Kategorie. Sie verschiebt aber die Monate November bis Januar, in denen im Mittelland am wenigsten zusammenkommt.
Wie oft das eintritt, hängt vom Winter ab und lässt sich nicht garantieren. Die Nebelobergrenze schwankt von Tag zu Tag, und an manchen Lagen reicht sie über das Dorf hinauf. Wer eine Wärmepumpe hat, für den ist der Effekt trotzdem der richtige: Der zusätzliche Ertrag fällt genau in die Zeit, in der das Haus am meisten Strom braucht. Kalte Luft schadet den Modulen dabei nicht — sie arbeiten bei tiefen Temperaturen eher besser als bei Hitze.
03Bringt eine steilere Neigung im Winter mehr?
Ja, für die Wintermonate. Steht die Sonne tief, trifft sie eine steil geneigte Fläche günstiger als eine flache, und Schnee rutscht schneller ab statt liegen zu bleiben. Bezahlt wird das mit dem Sommer, in dem die Sonne hoch steht und die flachere Fläche im Vorteil ist. Über das ganze Jahr gerechnet gleicht sich vieles aus, verschoben wird vor allem der Zeitpunkt.
Auf einem Satteldach ist die Neigung ohnehin vorgegeben, und Module werden dachparallel montiert. Wählbar wird sie erst auf einem Flachdach oder bei einer Aufständerung. Dann gilt es zu bedenken, dass eine steile Aufstellung mehr Ballast oder Befestigung braucht, mehr Abstand zwischen den Reihen verlangt und damit weniger Leistung auf dieselbe Fläche bringt. Rechnen Sie beide Varianten, bevor Sie sich für die Wintervariante entscheiden.
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Solaranlagen rund um Aeugst am Albis
Der Strompreis endet an der Gemeindegrenze. Wer statt in Aeugst am Albis (8914) im Nachbarort baut, rechnet mit anderen Zahlen — hier stehen sie.
Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · EKZ, Rückliefertarife 2026 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Kanton Zürich — Meldeverfahren Solaranlagen. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, aus den ElCom-Werten umgerechnet. Vergütungen exklusive Mehrwertsteuer. Tarife und Fördersätze ändern jährlich, der Referenz-Marktpreis vierteljährlich.