Grundlagen der Photovoltaik verständlich erklärt

Ratgeber · Grundlagen

Vom Sonnenlicht zur Steckdose sind es vier Schritte.

Wer verstehen will, worüber die Offerte spricht, braucht kein Physikstudium. Es genügt zu wissen, was in der Zelle passiert und welche Teile eine Anlage hat.

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1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Sechs kurze Fragen — die erste ist die einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf rund 60 Prozent — deshalb fragen wir zuerst nach dem Verbrauch.

Schritt 6 von 9

Die Betriebe planen mit Vorlauf. Ein realistischer Termin hilft beim Vergleich.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

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20–23
Prozent Wirkungsgrad heutiger Module
kWp
die Leistung unter Normbedingungen
kWh
die Menge, die daraus wird
bis zu 3
Offerten, kostenlos
Die Zelle

Was passiert, wenn Licht auftrifft

Eine Solarzelle besteht aus Silizium, das in zwei Schichten mit unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften aufgebaut ist. An der Grenze zwischen ihnen entsteht ein elektrisches Feld.

Trifft Licht auf die Zelle, löst es Elektronen aus ihrer Bindung. Das Feld an der Grenzschicht schiebt sie in eine Richtung — und schon fliesst Strom, sobald man die beiden Seiten mit einem Leiter verbindet. Es gibt keine beweglichen Teile, nichts, was sich abnutzt; das ist der Grund für die lange Lebensdauer.

Eine einzelne Zelle liefert etwa ein halbes Volt. Ein Modul schaltet sechzig bis hundertvierundvierzig Zellen in Reihe und kommt so auf brauchbare Spannungen.

Die Begriffe

kWp, kWh und der Rest

BegriffbedeutetGrössenordnung
BegriffKilowatt-Peak (kWp)bedeutetLeistung unter NormbedingungenGrössenordnung10 kWp auf dem Einfamilienhaus
BegriffKilowattstunde (kWh)bedeutetMenge an EnergieGrössenordnung9’500–10’500 kWh im Jahr
BegriffWirkungsgradbedeutetAnteil des Lichts, der Strom wirdGrössenordnung20–23 %
BegriffEigenverbrauchbedeutetAnteil, den Sie selbst nutzenGrössenordnung30 % ohne, 60 % mit Speicher
BegriffStrangbedeutetReihe von ModulenGrössenordnung8–20 Module

Der häufigste Stolperstein sind Kilowatt und Kilowattstunde. Kilowatt-Peak ist die Leistung, die eine Anlage unter Normbedingungen abgeben kann — eine Momentaufnahme. Kilowattstunden sind die Menge, die über die Zeit zusammenkommt.

Eine Anlage mit zehn Kilowatt-Peak liefert im Mittelland 9’500 bis 10’500 Kilowattstunden im Jahr. Mit dieser einen Umrechnung lässt sich jede Offerte auf Plausibilität prüfen.

Die Bestandteile sind schnell aufgezählt: Module auf dem Dach, eine Unterkonstruktion, die sie hält, ein Wechselrichter, der Gleich- in Wechselstrom wandelt, ein Zähler, der beide Richtungen misst — und optional ein Speicher.

Häufige Fragen

Was zu den Grundlagen am häufigsten gefragt wird

01

Funktioniert Photovoltaik auch ohne direkte Sonne?

Ja. Auch diffuses Licht wird umgewandelt — an einem bedeckten Tag sind es typischerweise zehn bis dreissig Prozent der Leistung eines klaren Tages.

Was die Module nicht mögen, ist Hitze: Der Wirkungsgrad sinkt mit steigender Temperatur. Ein kühler, klarer Frühlingstag ist ertragreicher als ein schwüler Hochsommertag.

02

Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?

Photovoltaik macht Strom, Solarthermie macht Wärme. Thermische Kollektoren erhitzen eine Flüssigkeit für Warmwasser und Heizung.

Heute wird meist Photovoltaik gebaut und das Warmwasser bei Bedarf elektrisch erwärmt — das ist flexibler, weil Strom vielseitiger nutzbar ist als Wärme.

03

Wie viel Fläche brauche ich?

Etwa vier bis sechs Quadratmeter je Kilowatt-Peak. Eine Zehn-Kilowatt-Anlage belegt also rund vierzig bis sechzig Quadratmeter — bei einem Einfamilienhaus meist eine Dachhälfte.

Module mit höherem Wirkungsgrad brauchen weniger Fläche für dieselbe Leistung. Das zählt nur, wenn die Fläche knapp ist.

Vom Verstehen zum Rechnen

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Für Ihren Ort gerechnet

Was in Ihrer Gemeinde gilt

Die Zahlen dieses Ratgebers hängen am Strompreis Ihres Werks. Auf den Gemeindeseiten steht er einzeln.

Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom, Tarifwürfel 2026 · Pronovo, Einmalvergütung · EnergieSchweiz. Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026. Vergütungen sind Jahreswerte; was in Ihrer Gemeinde gilt, steht auf der jeweiligen Gemeindeseite.