Strompreise, Vergütung und was sich 2027 ändert
Ab 2027 zählt nicht mehr das Quartal, sondern die Stunde.
Der Strompreis bestimmt, was Ihre Anlage wert ist. 2026 reicht er in unserem Gebiet von 25.42 bis 42.26 Rappen. Und 2027 ändert sich die Systematik auf der Vergütungsseite.
Wie gross die Unterschiede sind
Der Bezugspreis eines Haushalts setzt sich aus Energie, Netznutzung, Abgaben und Mehrwertsteuer zusammen. Wie hoch er ist, hängt am Netzbetreiber — und die Unterschiede sind gross: 25.42 Rappen in Dietlikon, 42.26 in Vorderthal, mit den EKZ als grösstem Werk bei 26.09.
Auf der Vergütungsseite ist die Spanne relativ noch grösser. Die gesetzliche Untergrenze beträgt 6.00 Rappen für Anlagen unter dreissig Kilowatt; viele Werke zahlen genau das. An der Spitze stehen 19.00 Rappen bei der Elektrizitätsgenossenschaft Bubikon.
Für Sie zählt der Abstand zwischen beiden Zahlen. Er bestimmt, was der Eigenverbrauch bringt und ob sich ein Speicher rechnet — und er ist von Gemeinde zu Gemeinde verschieden.
Vom Quartalsmittel zum Stundenpreis
Heute wird die Einspeisung meist nach dem Referenzmarktpreis vergütet, den das Bundesamt für Energie quartalsweise publiziert. Ab 2027 gilt der Spotmarktpreis der jeweiligen Stunde.
Praktisch heisst das: Mittags, wenn viel Solarstrom im Netz ist, wird die eingespeiste Kilowattstunde weniger bringen; abends und morgens mehr. Kleine Anlagen erhalten zum Ausgleich eine Minimalvergütungsprämie.
Für die Planung bedeutet es zweierlei. Erstens gewinnt der Eigenverbrauch weiter an Bedeutung. Zweitens wird alles wertvoller, was Strom in die Abendstunden verschiebt — Speicher, Wassererwärmer, steuerbare Wallbox. Wer heute baut, sollte auf offene Schnittstellen achten.
Was zu Preisen und Vergütung gefragt wird
01Steigen die Strompreise weiter?
Das lässt sich nicht seriös vorhersagen, und wer es behauptet, verkauft etwas. Rechnen Sie Ihre Anlage konservativ mit dem heutigen Preis — steigt er, wird die Rechnung besser, sinkt er, bleibt sie tragbar.
Was sich beobachten lässt: Netznutzung und Abgaben sind über die Jahre gestiegen, und sie machen einen erheblichen Teil des Preises aus.
02Was ist der Herkunftsnachweis wert?
Der Herkunftsnachweis bescheinigt, dass eine Kilowattstunde aus Solarstrom stammt. Manche Werke kaufen ihn zusätzlich zur Energie an — im Kanton Zürich zwischen null und drei Rappen.
Wo er nicht angekauft wird, bleibt er bei Ihnen und darf separat vermarktet werden. Für eine Anlage auf dem Einfamilienhaus lohnt der Aufwand allerdings selten.
03Muss ich 2027 etwas unternehmen?
Nein. Die Umstellung betrifft die Abrechnung Ihres Netzbetreibers, nicht Ihre Anlage. Sie müssen nichts umbauen und nichts anmelden.
Sinnvoll ist nur, beim Neubau auf steuerbare Geräte und offene Schnittstellen zu achten — damit sich später nutzen lässt, was die neue Systematik hergibt.
Was Ihr Werk 2026 zahlt, steht auf Ihrer Gemeindeseite
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Was in Ihrer Gemeinde gilt
Die Zahlen dieses Ratgebers hängen am Strompreis Ihres Werks. Auf den Gemeindeseiten steht er einzeln.
Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom, Tarifwürfel 2026 · Pronovo, Einmalvergütung · EnergieSchweiz. Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026. Vergütungen sind Jahreswerte; was in Ihrer Gemeinde gilt, steht auf der jeweiligen Gemeindeseite.