Planung und Installation: was vor dem Kauf zählt

Ratgeber · Ablauf

Von der Idee bis zum ersten eigenen Strom vergehen drei bis sechs Monate.

Eine Solaranlage ist in zwei Tagen montiert. Alles davor und danach dauert länger: Offerten, Meldeverfahren, Anschlussgesuch, Abnahme, Anmeldung für die Förderung. Hier steht die Reihenfolge, die sich bewährt hat.

Die Schritte der Reihe nach
bis zu 3 AngeboteBetriebe aus der Regionkostenlos und unverbindlichohne Werbeanrufe

1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Sechs kurze Fragen — die erste ist die einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf rund 60 Prozent — deshalb fragen wir zuerst nach dem Verbrauch.

Schritt 6 von 9

Die Betriebe planen mit Vorlauf. Ein realistischer Termin hilft beim Vergleich.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

Kostenlos, unverbindlich, keine Werbeanrufe.

3–6
Monate von der Offerte bis zum Betrieb
30
Tage Meldefrist im Kanton Zürich
1–2
Tage Montage auf dem Dach
bis zu 3
Offerten, kostenlos
Der Ablauf

Sieben Schritte in der richtigen Reihenfolge

SchrittDauerwer macht es
SchrittDach und Verbrauch klärenDauer1–2 Wochenwer macht esSie
SchrittOfferten einholen und vergleichenDauer2–4 Wochenwer macht esSie
SchrittMeldeverfahren bei der GemeindeDauer30 Tage ZH, 20 SZwer macht esBetrieb
SchrittAnschlussgesuch beim WerkDauer2–6 Wochenwer macht esBetrieb
SchrittMontageDauer1–2 Tagewer macht esBetrieb
SchrittAbnahme und SicherheitsnachweisDauer1–3 Wochenwer macht esBetrieb
SchrittAnmeldung EinmalvergütungDauernach Inbetriebnahmewer macht esBetrieb oder Sie

Meldeverfahren und Anschlussgesuch laufen parallel — das eine betrifft das Baurecht, das andere das Netz. Beides erledigt in der Regel der Betrieb; fragen Sie in der Offerte nach, ob es enthalten ist.

Die Einmalvergütung wird erst nach der Inbetriebnahme ausbezahlt, über Pronovo. Die Anlage muss also zuerst finanziert werden. Bei zehn Kilowatt geht es um rund 3’600 Franken, die einige Monate später eintreffen.

Vorher klären

Vier Fragen, die vor der ersten Offerte gehören

Wie alt ist das Dach? Eine Anlage hält dreissig Jahre. Steht die Dachsanierung in fünf Jahren an, gehört sie vorher gemacht — sonst wird die Anlage zweimal ab- und wieder aufgebaut.

Wie viel Strom brauchen Sie? Die letzte Jahresabrechnung genügt. Ohne diese Zahl kann niemand die Anlage sinnvoll auslegen.

Was steht in den nächsten Jahren an? Wärmepumpe, Elektroauto, Ausbau im Dachgeschoss — alles verändert den Verbrauch und damit die richtige Grösse.

In welcher Zone steht das Haus? Kernzone, Ortsbildschutz oder ein Eintrag im Inventar bedeuten ein Baugesuch statt einer Meldung. Das klärt der Partnerbetrieb vor der Offerte ab.

Offerten vergleichen

Woran man eine vollständige Offerte erkennt

Eine belastbare Offerte nennt Modultyp und Leistung je Modul, den Wechselrichter mit Modellbezeichnung, die Unterkonstruktion, die Ertragsprognose in Kilowattstunden je Jahr, die Garantiefristen getrennt für Produkt und Leistung, und sie sagt ausdrücklich, ob Gerüst, Blitzschutz, Anschlussgesuch, Abnahme und Sicherheitsnachweis enthalten sind.

Seit dem 1. Januar 2026 gilt bei Bauten eine Rügefrist von sechzig Tagen, die vertraglich nicht verkürzt werden darf; der Ausschluss der unentgeltlichen Nachbesserung ist ungültig, und die fünfjährige Verjährung darf nicht zu Ihren Lasten geändert werden. Steht in einer Offerte etwas anderes, ist es nicht verhandelbar, sondern unwirksam.

Häufige Fragen

Was zum Ablauf am häufigsten gefragt wird

01

Wann ist die beste Zeit zum Bauen?

Wer im Winter offeriert, baut im Frühling und nimmt die ganze Sommerproduktion mit. Wer im Sommer entscheidet, wartet oft bis in den Herbst — die Betriebe sind dann ausgebucht.

Für die Montage selbst spielt die Jahreszeit kaum eine Rolle. Auf dem Dach wird gearbeitet, solange es trocken und nicht vereist ist.

02

Brauche ich eine Baubewilligung?

Für eine gut angepasste Dachanlage auf einem bestehenden Gebäude in der Bau- oder Landwirtschaftszone nicht. Sie wird gemeldet: dreissig Tage im Kanton Zürich, zwanzig im Kanton Schwyz.

Ausgenommen sind Kernzonen, Ortsbildschutzgebiete und inventarisierte Gebäude. Seit dem 1. Januar 2026 können auch Fassadenanlagen im Meldeverfahren erstellt werden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

03

Was ist der Sicherheitsnachweis?

Nach der Installation prüft eine unabhängige Kontrollstelle die elektrische Anlage und stellt den Sicherheitsnachweis aus. Er geht an den Netzbetreiber und ist Voraussetzung für den regulären Betrieb.

Die Kosten liegen bei 300 bis 600 Franken und sollten in der Offerte stehen. Fehlen sie dort, kommen sie später.

Der erste Schritt ist die Offerte

Geben Sie Ihre Postleitzahl ein. Sie erhalten bis zu 3 Offerten von Betrieben aus Ihrer Region — kostenlos und unverbindlich.

Für Ihren Ort gerechnet

Was in Ihrer Gemeinde gilt

Die Zahlen dieses Ratgebers hängen am Strompreis Ihres Werks. Auf den Gemeindeseiten steht er einzeln.

Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom, Tarifwürfel 2026 · Pronovo, Einmalvergütung · EnergieSchweiz. Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026. Vergütungen sind Jahreswerte; was in Ihrer Gemeinde gilt, steht auf der jeweiligen Gemeindeseite.