Solaranlage Zürich
In Zürich ist die Einspeisung ausnahmsweise kein Verlustgeschäft.
Das ewz zahlt 12.91 Rappen je eingespeister Kilowattstunde — mehr als das Doppelte der gesetzlichen Untergrenze und der einzige Wert dieser Höhe unter den grossen Werken des Kantons. Zusammen mit dem vergleichsweise tiefen Bezugspreis von 26.76 Rappen ergibt das eine Rechnung, die anders aussieht als überall sonst im Kanton.
Was eine Solaranlage in Zürich kostet
Womit Sie in Zürich rechnen müssen — und was am Ende übrig bleibt.
Zürich ist baulich der schwierigste Ort im Kanton, und das schlägt auf den Preis. In Höngg, Affoltern, Witikon und Albisrieden stehen Einfamilienhausquartiere mit einfachen Satteldächern, wo eine Anlage so unkompliziert ist wie auf dem Land. In den Kreisen 1 bis 6 dagegen dominieren Mehrfamilienhäuser aus der Zeit vor 1940, oft mit Kaminen, Lukarnen, engen Innenhöfen und einem Zählerraum im Keller drei Etagen unter dem Dach. Die Montagekosten liegen dort regelmässig um ein Drittel höher als in einem Neubauquartier.
Für eine Anlage mit zehn Kilowatt sind vor Förderung 18’000 bis 24’000 Franken zu rechnen, für den Speicher 6’000 bis 11’000 obendrauf. Bei einem Mehrfamilienhaus verschiebt sich die Frage ohnehin: Dort ist nicht die Anlagengrösse der Hebel, sondern der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Statt für 12.91 Rappen einzuspeisen, verkaufen Sie den Strom im Haus — zu höchstens dem Preis, den die Mietparteien beim ewz zahlen würden.
Zur Förderung in einem Satz: Der Kanton Zürich zahlt für Photovoltaik nichts und für Batteriespeicher ebenso wenig, und ein eigenes Programm der Gemeinde Zürich haben wir nicht gefunden. Was bleibt, ist die Einmalvergütung des Bundes über Pronovo — 360 Franken je Kilowatt bis 30 Kilowatt, bei zehn Kilowatt also rund 3’600 Franken. Eine übliche Anlage dieser Grösse kostet vor Förderung 18’000 bis 24’000 Franken, ein Speicher 6’000 bis 11’000 zusätzlich; in Zürich bringt er rund 420 Franken im Jahr.
Was Ihr Solarstrom in Zürich wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202626.76 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt H4, Haushalt mit 4’500 kWh Jahresverbrauch, inklusive Netznutzung, Abgaben und Mehrwertsteuer. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 202612.91 Rp. | Was dahintersteckt8.50 Rp. im Hoch- und 4.55 im Niedertarif, dazu 3.00 Herkunftsnachweis und 2.00 aus der städtischen Solarförderung. |
| PositionHerkunftsnachweis | 2026bis 3.00 Rp. | Was dahinterstecktNur mit Vereinbarung, und freiwillig. Nach dem Verkauf dürfen Sie Ihren Strom nicht mehr als Solarstrom bezeichnen. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202613.9 Rp. | Was dahinterstecktWas Sie zahlen minus was Sie bekommen. So viel ist in Zürich jede Kilowattstunde wert, die im Haus bleibt. |
Warum der Speicher in Zürich die schwächste Rechnung im Kanton hat
Abstand zwischen Bezugspreis und Einspeisevergütung 2026, in Rappen je kWh
Die Werke im Bezirk Zürich im Vergleich. Je länger der Balken, desto mehr bringt jede Kilowattstunde, die der Speicher im Haus behält. Als Vergütung ist der tiefste für 2026 belegte Wert des Werks eingesetzt, ersatzweise die gesetzliche Untergrenze.
Der Abstand zwischen Bezug und Vergütung beträgt in Zürich 13.9 Rappen. Das ist der tiefste Wert, den wir im Kanton gefunden haben — in Uster sind es rund 22, in Otelfingen über 30. Der Grund ist nicht ein schlechter Bezugspreis, sondern ein aussergewöhnlich guter Einspeisetarif: Das ewz zahlt 8.50 Rappen im Hoch- und 4.55 im Niedertarif, dazu 3.00 für den Herkunftsnachweis und 2.00 aus der städtischen Solarförderung.
Für die Anlagenplanung heisst das etwas Erfreuliches: In Zürich lohnt es sich, das Dach voll zu belegen. Anderswo raten wir dazu, die Anlage am Eigenverbrauch auszurichten, weil die Einspeisung auf sechs Rappen sitzt. Hier ist jede zusätzliche Kilowattstunde auch dann noch etwas wert, wenn sie ins Netz geht. Der Speicher trägt sich trotzdem — er braucht nur ein paar Jahre länger als in Uster oder Winterthur.
In Zürich entscheidet die Zone — und davon hat die Stadt viele
Wer in Zürich innerhalb der Bauzone eine gut angepasste Dachanlage baut, braucht kein Baugesuch, sondern meldet das Vorhaben der Gemeinde — 30 Tage vor Baubeginn, mit einer ebenso langen Frist für die Antwort der Behörde. Rechtlich stützt sich das auf Paragraf 238 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes mit der Bauverfahrensverordnung und auf Artikel 18a des Raumplanungsgesetzes. Das Formular reicht Ihr Partnerbetrieb elektronisch ein.
Die Ausnahmen sind in Zürich zahlreicher als in jeder anderen Gemeinde des Kantons. Die Altstadt links und rechts der Limmat, das Niederdorf, grosse Teile des Seefelds sowie die Genossenschaftssiedlungen in Schwamendingen und Wiedikon stehen in Kern-, Ortsbild- oder Denkmalschutzzonen — dort braucht es eine ordentliche Baubewilligung, und die Denkmalpflege prüft mit. Das schliesst eine Anlage nicht aus, verlängert das Verfahren aber auf Monate und führt oft zu Auflagen bei Modulfarbe und Dachfläche.
Unproblematisch sind die Aussenquartiere: Höngg, Affoltern, Seebach, Witikon, Albisrieden und die Gewerbezonen in Altstetten und Oerlikon. Dort gilt das normale Meldeverfahren. Ihr Partnerbetrieb prüft die Zonenzugehörigkeit Ihrer Adresse vor der Offerte — das ist in Zürich der erste Schritt, nicht der letzte.
Einfamilienhaus in Zürich, 10 kWp
Gerechnet mit 26.76 Rp. Bezugspreis und 12.91 Rp. Vergütung — den Zahlen, die 2026 in Zürich gelten.
Die Tabelle ist breiter als der Bildschirm — wischen Sie nach rechts.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30% | Gesparter Bezug763 CHF | Vergütung859 CHF | Nutzen je Jahr1’621 CHF |
| Fallohne Speicher | Produktion10’500 kWh | Eigenverbrauch30% | Gesparter Bezug843 CHF | Vergütung949 CHF | Nutzen je Jahr1’792 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60% | Gesparter Bezug1’525 CHF | Vergütung491 CHF | Nutzen je Jahr2’016 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion10’500 kWh | Eigenverbrauch60% | Gesparter Bezug1’686 CHF | Vergütung542 CHF | Nutzen je Jahr2’228 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 bis 1’050 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30% Eigenverbrauch ohne und 60% mit Batterie, 26.76 Rp./kWh Bezugspreis (Standardprodukt H4 2026, inkl. MWST) sowie 12.91 Rp./kWh für die Einspeisung. Moduldegradation, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Was Hausbesitzer in Zürich am häufigsten fragen
01Lohnt sich ein Batteriespeicher in Zürich?
In Zürich liegen zwischen Bezug und Vergütung 13.9 bis 13.9 Rappen je Kilowattstunde. Diesen Betrag holt die Batterie je gespeicherter Kilowattstunde heraus — auf ein Einfamilienhaus mit zehn Kilowatt gerechnet rund 420 Franken im Jahr.
Zum Vergleich im Kanton: In Glattfelden am Netz von LKW Glattfelden sind es 30.3 Rappen. Bei identischer Anlage, identischem Dach und identischer Sonne holt dieselbe Batterie in Zürich also 16.5 Rappen je Kilowattstunde weniger heraus.
02Lohnt sich in Zürich eher eine grosse Anlage oder ein Speicher?
In Zürich zuerst die grosse Anlage. Das ewz zahlt mit 12.91 Rappen so viel, dass eingespeister Strom nicht mehr das Verlustgeschäft ist, das er in den meisten Zürcher Gemeinden darstellt. Jede zusätzliche Kilowattstunde bringt etwas, auch wenn sie nicht im Haus bleibt.
Der Speicher kommt danach. Er verdient seinen Preis mit dem Abstand zwischen Bezug und Vergütung, und der ist in Zürich mit 13.9 Rappen der kleinste im Kanton. Er trägt sich, aber langsamer als in Uster oder Winterthur. Wir stellen Ihnen beide Varianten gegenüber, damit Sie die Reihenfolge selbst wählen können.
03Ich besitze ein Mehrfamilienhaus. Was bringt der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch?
Er verwandelt Einspeisung in Verkauf. Statt den Überschuss für 12.91 Rappen ans ewz zu geben, verkaufen Sie ihn den Mietparteien — zu höchstens dem Preis, den sie sonst beim Werk zahlen würden, also bis zu 26.76 Rappen. Die Mieter zahlen nicht mehr als vorher, Sie erlösen gut das Doppelte.
Nötig sind eine Vereinbarung mit den Mietparteien, eine Messeinrichtung und eine jährliche Abrechnung. Eine Bewilligung braucht es nicht. Im Stockwerkeigentum kommt ein Beschluss der Eigentümerversammlung dazu, weil das Dach zum gemeinschaftlichen Eigentum gehört.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Zürich.
Sie nennen uns Ihre Adresse, dann rechnen bis zu 3 Betriebe aus der Region Ihr Dach durch — mit den Tarifen von ewz. Ohne Kosten und ohne Verpflichtung; angerufen werden Sie nur, wenn Sie es wünschen.
Solaranlagen rund um Zürich
Der Strompreis endet an der Stadtgrenze. Wer statt in Zürich (8000) im Nachbarort baut, rechnet mit anderen Zahlen — hier stehen sie.
Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · ewz, Rückliefertarife 2026 · Stadt Zürich — Baubewilligung und Denkmalpflege · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Kanton Zürich — Meldeverfahren Solaranlagen. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, aus den ElCom-Werten umgerechnet. Vergütungen exklusive Mehrwertsteuer. Tarife und Fördersätze ändern jährlich, der Referenz-Marktpreis vierteljährlich.