Der Wechselrichter: Aufgabe, Auswahl, Lebensdauer
Das einzige Teil, das Sie im Leben der Anlage einmal ersetzen.
Die Module halten dreissig Jahre, der Wechselrichter zwölf bis fünfzehn. Er wandelt Gleichstrom in Wechselstrom, regelt die Leistung und meldet, wenn etwas nicht stimmt.
Was im Gerät passiert
Module liefern Gleichstrom, das Hausnetz braucht Wechselstrom mit 230 Volt und 50 Hertz. Der Wechselrichter macht die Umwandlung — mit einem Wirkungsgrad von sechsundneunzig bis achtundneunzig Prozent.
Er tut noch mehr: Er sucht laufend den Arbeitspunkt, an dem die Module am meisten liefern, überwacht das Netz und schaltet bei einem Netzausfall ab, damit niemand an einer vermeintlich toten Leitung Spannung bekommt. Genau deshalb haben Sie ohne Ersatzstromfunktion bei einem Stromausfall keinen Strom.
Und er ist die Datenquelle der Anlage. Ertrag je Tag, Monat und Jahr, Werte je Strang, Fehlermeldungen — alles kommt von dort.
Vier Punkte, die beim Kauf zählen
Speicheranschluss. Ein Hybridgerät kostet beim Bau wenig mehr und spart beim späteren Nachrüsten mehrere tausend Franken. Auch wer heute keinen Speicher will, sollte die Möglichkeit offenhalten.
Offene Schnittstellen. Ab 2027 richtet sich die Vergütung nach dem Stundenpreis. Ein Gerät, das sich nur über die App des Herstellers steuern lässt, ist dann ein Hindernis.
Garantie und Ersatzteile. Fünf Jahre sind Standard, zehn gegen Aufpreis. Wichtiger als die Dauer ist, ob der Hersteller in zehn Jahren noch liefert.
Standort. Kühl, trocken, zugänglich und nicht im Schlafzimmer nebenan — Wechselrichter summen leise und geben Wärme ab.
Was zum Wechselrichter am häufigsten gefragt wird
01String, Optimierer oder Modulwechselrichter?
Der Stringwechselrichter ist Standard, am günstigsten und bei unverschatteten Dächern die richtige Wahl. Optimierer lösen einzelne Module aus der Kette und lohnen sich bei Teilverschattung. Modulwechselrichter sitzen hinter jedem Modul und sind die teuerste Lösung.
Mehr Elektronik auf dem Dach heisst auch mehr Teile, die altern. Wer keine Verschattung hat, braucht sie nicht.
02Wie gross muss er sein?
Üblich ist eine leichte Unterdimensionierung: ein Wechselrichter mit achtzig bis neunzig Prozent der Modulleistung. Die Spitzenleistung wird ohnehin selten erreicht, und das Gerät arbeitet im Teillastbereich effizienter.
Bei Ost-West-Anlagen ist die Unterdimensionierung noch ausgeprägter möglich, weil die beiden Flächen nie gleichzeitig ihr Maximum liefern.
03Wo sollte er hängen?
Innen, kühl und trocken — Keller oder Technikraum. Wärme verkürzt die Lebensdauer, direkte Sonne auf dem Gehäuse ebenfalls.
Zugänglich sollte er sein: für die Anzeige, für den Tausch und für die Kontrollstelle. Hinter eine Wand gebaut wird der Ersatz später teuer.
Welches Gerät zu Ihrem Dach passt, sagt die Offerte
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Was in Ihrer Gemeinde gilt
Die Zahlen dieses Ratgebers hängen am Strompreis Ihres Werks. Auf den Gemeindeseiten steht er einzeln.
Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom, Tarifwürfel 2026 · Pronovo, Einmalvergütung · EnergieSchweiz. Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026. Vergütungen sind Jahreswerte; was in Ihrer Gemeinde gilt, steht auf der jeweiligen Gemeindeseite.