Elektroauto mit Solarstrom laden: was es bringt
Das Auto ist der grösste Verbraucher, den man in den Mittag legen kann.
Ein Fahrzeug, das an der eigenen Ladestation hängt, nimmt in wenigen Stunden mehr Strom auf als eine Hausbatterie fasst. Vorausgesetzt, es steht dann zu Hause. Was das im Jahr ausmacht, wie Überschussladen funktioniert und was vor dem Anschluss zu klären ist.
Warum das Auto mehr verschiebt als eine Hausbatterie
Zwei Wege, Solarstrom im Haus zu behalten, nebeneinandergestellt.
| Punkt | Batteriespeicher 10 kWh | Laden am eigenen Dach |
|---|---|---|
| PunktMenge im Jahr | Batteriespeicher 10 kWhrund 3’000 kWh | Laden am eigenen Dachso viel, wie tagsüber geladen wird |
| PunktZusätzliche Investition | Batteriespeicher 10 kWh6’000–11’000 Fr. | Laden am eigenen DachLadeeinrichtung, eigene Position in der Offerte |
| PunktWert je Kilowattstunde | Batteriespeicher 10 kWh17.1–20.1 Rp. | Laden am eigenen Dach17.1–20.1 Rp. |
| PunktVoraussetzung | Batteriespeicher 10 kWhPlatz im Haus | Laden am eigenen Dachdas Auto steht tagsüber da |
| PunktWirkt ohne Sonne | Batteriespeicher 10 kWhja, bis die Batterie leer ist | Laden am eigenen Dachnein, dann lädt das Netz |
| PunktAlterung durch Nutzung | Batteriespeicher 10 kWhja | Laden am eigenen Dachdie Fahrzeugbatterie, nicht die Anlage |
Beide Wege bringen dasselbe je Kilowattstunde: den Abstand zwischen dem, was der Bezug kostet, und dem, was die Einspeisung einbringt. Bei den EKZ sind das 26.09 Rappen gegen 6.00 bis 9.00, also 17.1 bis 20.1 Rappen. Auf tausend Kilowattstunden gerechnet sind das 171 bis 201 Franken — und zwar unabhängig davon, ob die Kilowattstunde in einer Batterie zwischengelagert oder direkt ins Auto geladen wurde.
Der Unterschied liegt beim Preis der Verschiebung. Die zehn Kilowattstunden Speicher kosten 6’000 bis 11’000 Franken und verschieben damit rund 3’000 Kilowattstunden im Jahr. Ein Fahrzeug, das mittags an der Leitung hängt, tut dasselbe ohne zweite Batterie im Keller — es ist ohnehin da.
Wie viel Ihr Auto im Jahr braucht, steht auf keiner allgemeinen Liste. Es hängt an der Fahrleistung und am Verbrauch je hundert Kilometer; beides zeigt das Fahrzeug selbst an. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen, und rechnen Sie nur den Teil, der zu Hause und bei Sonne geladen wird.
Wann geladen wird und was die Steuerung dafür können muss
Überschussladen heisst: Die Ladeeinrichtung misst am Hausanschluss, sieht, was gerade übrig bleibt, und lädt genau damit. Zieht die Waschmaschine an, sinkt die Ladeleistung; kommt die Sonne zurück, steigt sie wieder. Dafür braucht es eine Ladeeinrichtung, die ihre Leistung fein abstufen kann, einen Zähler am Hausanschluss und ein Fahrzeug, das kleine Ladeströme annimmt. Unterhalb einer bestimmten Leistung bricht der Ladevorgang ab; wo diese Grenze liegt, sagt die Anleitung des Fahrzeugs.
Damit verschiebt sich der Ladezeitpunkt vom Abend in den Mittag — und genau dort liegt der Ertrag. Wer das Fahrzeug unter der Woche im Büro stehen hat, verliert diese Stunden. Für ihn bleiben das Wochenende, die Ferien und eine nüchterne Feststellung: Der Anteil, den er selbst lädt, ist kleiner, als die Prospekte annehmen.
Im Winter liefert die Anlage zu wenig für einen nennenswerten Überschuss. Dann lädt das Auto aus dem Netz, und die Ladeeinrichtung sollte auf einen festen Zeitplan umschalten können. Ein System, das nur im Überschussbetrieb kann, ist im Dezember unbrauchbar.
Lastmanagement und die Meldung beim Netzbetreiber
Eine fest installierte Ladeeinrichtung wird von einer Fachperson angeschlossen und dem Netzbetreiber gemeldet. Ob er zustimmen muss und ab welcher Leistung, steht in seinen Anschlussbedingungen — fragen Sie vor der Bestellung nach, nicht danach.
Häufig verlangt das Werk ein Lastmanagement. Es begrenzt die Ladeleistung, wenn im Haus gleichzeitig anderes läuft, und schützt damit die Absicherung des Hausanschlusses. In einem Haus mit mehreren Ladepunkten verteilt es die verfügbare Leistung auf die Fahrzeuge. Das ist kein Zubehör, sondern oft die Bedingung dafür, dass der Anschluss ohne Verstärkung reicht.
Wenn Sie die Anlage ohnehin bauen, lassen Sie die Leitung zur Garage gleich mitlegen, auch wenn das Auto erst später kommt. Der Weg ist offen, das Gerüst steht, die Fachperson ist im Haus. Später kostet dieselbe Leitung ein Vielfaches.
Wer zur Miete wohnt oder im Stockwerkeigentum, braucht für eine Ladeeinrichtung die Zustimmung der Eigentümerschaft. Holen Sie sie schriftlich ein, zusammen mit der Frage, wer den geladenen Strom bezahlt und wie er gemessen wird.
Was zum Laden mit eigenem Solarstrom gefragt wird
01Was bringt eine selbst geladene Kilowattstunde mehr als eine eingespeiste?
Den Abstand zwischen Bezugspreis und Vergütung. Im Netz der EKZ kostet die bezogene Kilowattstunde 26.09 Rappen, die eingespeiste bringt 6.00 bis 9.00 — die Differenz beträgt 17.1 bis 20.1 Rappen.
Auf tausend Kilowattstunden gerechnet, die Sie statt einzuspeisen ins Fahrzeug laden, sind das 171 bis 201 Franken im Jahr. Wo der Bezugspreis höher liegt, ist auch dieser Betrag höher; in unserem Gebiet reicht er bis 42.26 Rappen.
02Reicht meine Anlage, um ein Auto zu laden?
Über das Jahr fast immer. Ein Kilowatt Leistung liefert 950 bis 1’050 Kilowattstunden, eine Anlage mit zehn Kilowatt also 9’500 bis 10’500 Kilowattstunden. Gemessen an dem, was ein Haushaltsfahrzeug braucht, ist das viel.
Die Jahressumme ist aber nicht die Frage. Entscheidend sind die Stunden, in denen Sonne scheint und das Auto gleichzeitig an der Leitung hängt. Wer diese Stunden hat, braucht keine grössere Anlage; wer sie nicht hat, gewinnt auch mit einer grösseren nichts dazu.
03Muss ich die Ladeeinrichtung melden?
Ja. Der Netzbetreiber muss von einer fest installierten Ladeeinrichtung wissen, und angeschlossen wird sie von einer Fachperson. Ob zusätzlich eine Zustimmung nötig ist, hängt von der Leistung und von den Anschlussbedingungen ab.
Rechnen Sie damit, dass ein Lastmanagement verlangt wird. Für Sie ist das meist die günstigere Variante, weil sonst der Hausanschluss verstärkt werden müsste.
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Was in Ihrer Gemeinde gilt
Die Zahlen dieses Ratgebers hängen am Strompreis Ihres Werks. Auf den Gemeindeseiten steht er einzeln.
Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom, Tarifwürfel 2026 · Pronovo, Einmalvergütung · EnergieSchweiz. Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026. Vergütungen sind Jahreswerte; was in Ihrer Gemeinde gilt, steht auf der jeweiligen Gemeindeseite.