Solaranlage Schlatt
Sonne da, Speicher voll, Haus trotzdem dunkel.
Eine Batterie im Keller ist noch keine Notstromversorgung. Ob bei einem Unterbruch etwas läuft, hängt am Wechselrichter und an einer Umschalteinrichtung — beides wird beim Kauf entschieden, nicht danach.
Was eine Solaranlage in Schlatt kostet
Zahlen für ein übliches Einfamilienhaus in Schlatt — vor und nach der Förderung.
Schlatt ist mit 785 Einwohnerinnen und Einwohnern eine der kleineren Gemeinden im Bezirk Winterthur. Wie in kleinen Gemeinden üblich, ist der Baubestand gemischt: Wohnhäuser verschiedener Baujahre und landwirtschaftliche Gebäude. Für die Anlage macht das wenig Unterschied, für die Frage nach dem Notstrom schon — wer Tiere im Stall oder eine Heizung ohne Alternative hat, beurteilt einen mehrstündigen Ausfall anders als ein Haushalt mit Cheminée.
Die Anlage selbst kostet 1’600 bis 2’400 Franken je Kilowatt montiert, bei 10 Kilowatt also 18’000 bis 24’000 Franken; ein Speicher mit zehn Kilowattstunden schlägt mit 6’000 bis 11’000 Franken zu Buche. Der Aufpreis für die Notstromfähigkeit lässt sich nicht pauschal beziffern: Er hängt am Wechselrichtermodell, an der Umschalteinrichtung und daran, wie viele Stromkreise versorgt werden sollen. Verlangen Sie ihn deshalb als eigene Position, in Franken, und nicht als Zusatz in einer Pauschale. Wer bis zu 3 Angebote einholt, kann diese Position direkt vergleichen.
Zur Förderung in einem Satz: Der Kanton Zürich zahlt für Photovoltaik nichts und für Batteriespeicher ebenso wenig, und ein eigenes Programm der Gemeinde Schlatt haben wir nicht gefunden. Was bleibt, ist die Einmalvergütung des Bundes über Pronovo — 360 Franken je Kilowatt bis 30 Kilowatt, bei zehn Kilowatt also rund 3’600 Franken. Eine übliche Anlage dieser Grösse kostet vor Förderung 18’000 bis 24’000 Franken, ein Speicher 6’000 bis 11’000 zusätzlich; in Schlatt bringt er rund 600 Franken im Jahr.
Was Ihr Solarstrom in Schlatt wert ist
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionStrom, den Sie beziehen | 202626.09 Rp./kWh | Was dahinterstecktStandardprodukt H4, Haushalt mit 4’500 kWh Jahresverbrauch, inklusive Netznutzung, Abgaben und Mehrwertsteuer. |
| PositionStrom, den Sie einspeisen | 20266.00–9.00 Rp. | Was dahinterstecktVergütet wird nach dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, abgesichert durch die gesetzliche Mindestvergütung. |
| PositionHerkunftsnachweis | 2026bis 3.00 Rp. | Was dahinterstecktFreiwillig — Sie brauchen dafür eine Vereinbarung mit dem Werk. Der ökologische Mehrwert geht damit an das Werk über. |
| PositionIhr Vorteil je selbst verbrauchter kWh | 202617.1–20.1 Rp. | Was dahinterstecktWas Sie zahlen minus was Sie bekommen. So viel ist in Schlatt jede Kilowattstunde wert, die im Haus bleibt. |
Ersatzstrom, Inselbetrieb und was der Speicher nicht kann
Abstand zwischen Bezugspreis und Einspeisevergütung 2026, in Rappen je kWh
Die Werke im Bezirk Winterthur im Vergleich. Lange Balken stehen für Netzgebiete, in denen sich der Eigenverbrauch besonders lohnt. Wir rechnen bewusst konservativ: mit dem tiefsten belegten Wert 2026, sonst mit der gesetzlichen Untergrenze.
Der Normalbetrieb ist die einfachere Rechnung: 26.09 Rappen kostet die bezogene Kilowattstunde bei den EKZ, 6.00 bis 9.00 Rappen bringt die eingespeiste, dazwischen liegen 17.1 bis 20.1 Rappen. Wer eine Batterie mit zehn Kilowattstunden stellt, kommt statt auf rund 30 auf rund 60 Prozent Eigenverbrauch und damit auf rund 600 Franken im Jahr.
Bei einem Netzausfall gilt anderes. Ein üblicher Wechselrichter arbeitet netzparallel: Fällt die Spannung weg, trennt er sich selbsttätig, damit niemand an einer Leitung arbeitet, die von einer Hausanlage gespeist wird. Wer trotzdem Strom will, braucht eine von zwei Lösungen. Die kleine versorgt einen abgetrennten Stromkreis oder eine eigene Steckdose, meist mit einer kurzen Unterbrechung beim Umschalten. Die grosse trennt das ganze Haus vom Netz und führt es weiter; dafür braucht es eine Umschalteinrichtung und einen Wechselrichter, der aus dem Stillstand heraus wieder anlaufen kann. Entscheidend ist dabei nicht die Kapazität in Kilowattstunden, sondern die Dauerleistung in Kilowatt: Sie bestimmt, was gleichzeitig laufen darf und ob ein Gerät mit hohem Anlaufstrom überhaupt startet.
Gemeldet wird das Dach, geprüft wird die Elektroinstallation
Wer in Schlatt innerhalb der Bauzone eine gut angepasste Dachanlage baut, braucht kein Baugesuch, sondern meldet das Vorhaben der Gemeinde — 30 Tage vor Baubeginn, mit einer ebenso langen Frist für die Antwort der Behörde. Rechtlich stützt sich das auf Paragraf 238 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes mit der Bauverfahrensverordnung und auf Artikel 18a des Raumplanungsgesetzes. Um die elektronische Eingabe kümmert sich Ihr Partnerbetrieb.
Für die Bewilligung spielt die Notstromfähigkeit keine Rolle. Sie steht nicht im Baugesuch und nicht in der Meldung. Gemeldet wird, was auf dem Dach sichtbar ist: eine angepasste Anlage auf einem Gebäude in der Bau- oder Landwirtschaftszone, mit 30 Tagen Reaktionszeit für die Gemeinde (§ 238 PBG). Kernzone, Ortsbildschutz und Objekte des Inventars brauchen ein ordentliches Baugesuch; ausserhalb der Bauzone gelten die Anforderungen von RPG Art. 18a und RPV Art. 32a an eine flach aufliegende, dunkle, reflexionsarme Ausführung.
Geprüft wird die Notstromlösung anderswo: bei der Installation. Anschluss, Umschalteinrichtung und Sicherheitsnachweis gehören in die Hand eines konzessionierten Elektroinstallateurs, und die Anmeldung beim Netzbetreiber läuft über ihn. Lassen Sie sich die Umschaltung bei der Übergabe vorführen, im Betrieb und nicht auf dem Papier. Für Mängel stehen Ihnen seit dem 1. Januar 2026 sechzig Tage zur Rüge offen (OR Art. 367 Abs. 1bis); eine kürzere Frist im Vertrag ist wirkungslos. Für die Versicherung gilt das Übliche: Die GVZ deckt die Anlage als bauliche Einrichtung gegen Feuer und Elementar, nicht aber, was ausserhalb der Gebäudehülle liegt; Wertvermehrungen bis 50’000 Franken melden Sie laufend.
Einfamilienhaus in Schlatt, 10 kWp
Gerechnet mit 26.09 Rp. Bezugspreis und 6.00 Rp. Vergütung — den Zahlen, die 2026 in Schlatt gelten.
Die Tabelle ist breiter als der Bildschirm — wischen Sie nach rechts.
| Fall | Produktion | Eigenverbrauch | Gesparter Bezug | Vergütung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch30% | Gesparter Bezug744 CHF | Vergütung399 CHF | Nutzen je Jahr1’143 CHF |
| Fallohne Speicher | Produktion10’500 kWh | Eigenverbrauch30% | Gesparter Bezug822 CHF | Vergütung441 CHF | Nutzen je Jahr1’263 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9’500 kWh | Eigenverbrauch60% | Gesparter Bezug1’487 CHF | Vergütung228 CHF | Nutzen je Jahr1’715 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion10’500 kWh | Eigenverbrauch60% | Gesparter Bezug1’644 CHF | Vergütung252 CHF | Nutzen je Jahr1’896 CHF |
Womit gerechnet wurde: 950 bis 1’050 Kilowattstunden je Kilowatt Leistung und Jahr, 30% Eigenverbrauch ohne und 60% mit Batterie, 26.09 Rp./kWh Bezugspreis (Standardprodukt H4 2026, inkl. MWST) sowie 6.00 Rp./kWh für die Einspeisung. Moduldegradation, Versicherung und Unterhalt sind nicht enthalten. Bandbreiten, keine Zusagen.
Was Hausbesitzer in Schlatt am häufigsten fragen
01Lohnt sich ein Batteriespeicher in Schlatt?
In Schlatt liegen zwischen Bezug und Vergütung 17.1 bis 20.1 Rappen je Kilowattstunde. Diesen Betrag holt die Batterie je gespeicherter Kilowattstunde heraus — auf ein Einfamilienhaus mit zehn Kilowatt gerechnet rund 600 Franken im Jahr.
Zum Vergleich im eigenen Bezirk: In Elsau am Netz von EG Rümikon sind es 25.1 Rappen. Bei identischer Anlage, identischem Dach und identischer Sonne holt dieselbe Batterie in Schlatt also 5.0 Rappen je Kilowattstunde weniger heraus.
02Was muss ich bestellen, damit bei einem Unterbruch etwas läuft?
Drei Dinge, und alle drei vor dem Kauf. Erstens einen Wechselrichter, der für Ersatz- oder Notstrombetrieb ausgelegt ist — nachrüsten heisst in der Regel tauschen, also das Gerät zweimal bezahlen. Zweitens eine Batterie, denn ohne Speicher liefert eine abgetrennte Anlage nur, solange die Sonne gerade genug liefert. Drittens die Festlegung, welche Stromkreise im Ereignisfall versorgt sind.
Diese dritte Frage ist die, an der es in der Praxis scheitert. Klären Sie schriftlich, ob nur eine Steckdose versorgt wird oder der Verteiler, ob die Umschaltung von Hand oder selbsttätig erfolgt und wie lange die Unterbrechung dauert. Und lassen Sie sich die Dauerleistung in Kilowatt nennen, nicht nur die Speichergrösse.
03Kommt der Speicher über einen langen Ausfall im Winter?
Für die Grundversorgung ja, für den gewohnten Betrieb nein. Kühlgeräte, Licht, Router und das Laden von Telefonen brauchen über einen Tag verteilt wenig. Sobald Wärmepumpe, Elektroherd oder Boiler dazukommen, ist eine Hausbatterie überfordert — weniger wegen der Kilowattstunden als wegen der Leistung, die gleichzeitig abgerufen wird.
Im Winter kommt erschwerend dazu, dass die Anlage wenig nachliefert: Die Tage sind kurz, die Sonne steht tief. Rechnen Sie deshalb nicht mit dem Jahresmittel von 950 bis 1’050 Kilowattstunden je Kilowatt, sondern mit dem, was an einem trüben Dezembertag anfällt. Wer eine Heizung ohne Alternative hat, sollte vorher durchrechnen, welche Verbraucher wirklich versorgt sein müssen — und welche zwei Tage warten können.
Bis zu 3 Offerten aus der Region — für Ihr Dach in Schlatt.
Sie nennen uns Ihre Adresse, dann rechnen bis zu 3 Betriebe aus der Region Ihr Dach durch — mit den Tarifen von EKZ. Kostenlos, unverbindlich, und niemand ruft Sie ungefragt an.
Solaranlagen rund um Schlatt
Der Strompreis endet an der Gemeindegrenze. Wer statt in Schlatt (8418) im Nachbarort baut, rechnet mit anderen Zahlen — hier stehen sie.
Datenstand 30. August 2026. Quellen: ElCom — Strompreise 2026, Standardprodukt H4 · EKZ, Rückliefertarife 2026 · Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik · BFE — Referenz-Marktpreis · Kanton Zürich — Meldeverfahren Solaranlagen. Bezugspreise inklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, aus den ElCom-Werten umgerechnet. Vergütungen exklusive Mehrwertsteuer. Tarife und Fördersätze ändern jährlich, der Referenz-Marktpreis vierteljährlich.